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Freitag, 24. Juni 2016

Warum Meckern, Nölen und Schwarzsehen ganz schlechte Erziehungsgrundsteine sind

In letzter Zeit habe ich oft das Gefühl, dass ich häufig auf Menschen treffe, die ständig meckern und sich selbst das Leben schwer machen. Wegen Nichtigkeiten und Dingen, an denen man größtenteils absolut gar nichts verändern kann, wie zum Beispiel am Wetter...dieses ganze negative Gerede geht mir derbe auf die Nerven und ich möchte das auch nicht in unserem Leben haben.

Natürlich nervt es mich auch, dass es momentan nur am Regnen und Gewittern ist! Aber deswegen jeden Tag endlose Beschwerdemonologe halten? Einfach verschwendete Energie in meinen Augen!
Nicht mein Ding.. Als wäre das ganze Leben deswegen nicht mehr lebenswert. Mütter, die wochenlang mit ihren Kindern nicht draußen waren aus Angst vor Gewitterwarnungen. Oder wegen ein bisschen Regen. Dann war es gestern ja so schön....und was passiert? Sie stöhnen über die Hitze und gehen ebenfalls nicht auf den Spielplatz!

Das war jetzt nur ein kleines Beispiel, um in die Thematik einzusteigen. Im Folgenden werde ich nun erklären, warum ich der Meinung bin, dass diese negative Grundstimmung einfach Gift für unsere Kinder ist!

Die Arbeit passt nicht, dies läuft falsch, jenes läuft nicht rund...das Kind spielt nicht mit wie geplant...ich habe manchmal den Eindruck, als gäbe es gar keinen glücklichen Zustand mehr! Man muss was zu meckern haben. DAS macht anscheinend glücklich. Glücklicher zumindest, als die Dinge anzugehen, die änderbar sind.

Original von Grusskartenladen.de
Eine Studie hat wohl ergeben, dass wir Deutschen da mit dem Beschweren, Nölen und Jammern ganz weit vorne dabei sind im Vergleich zu anderen Ländern. (Artikel dazu aus der Welt)
Und auch dass der Durchschnitts- Deutsche immer unzufriedener wird. Natürlich sehe ich genau wie jeder andere, der sich die Augen nicht mit Scheuklappen zuhält, ebenfalls die Probleme, die es hier gibt. Nein, ich SEHE sie nicht nur, ich bin als alleinerziehende Mutter auch unmittelbar und ganz direkt davon betroffen. Von einer Ungerechtigkeit, die mich oft nur noch den Kopf schütteln lässt.

Hier im eigenen Umfeld wie aber auch auf der ganzen Welt. Dort ist es allerdings noch um einiges härter, trotzdem haben gerade die Menschen in ärmeren Ländern sich ihre innere Ruhe bewahrt. Das hat ebenfalls die Studie ergeben. Wahrscheinlich weil sie sich noch an den kleinen Dingen freuen können. Viele hier kennen doch gar keine wirklichen Schwierigkeiten. Da wird wirklich auf hohem Niveau Unzufriedenheit verbreitet! Nicht zuletzt auch durch die Presse und die ständigen Katastrophenmeldungen und Aufbauschungen. Aber warum muss man sich davon denn so runterziehen lassen? Eine eigene Meinung bilden, das wäre doch mal was!

An den negativen Dingen des Lebens verzweifeln? Den Kopf in den Sand stecken? Zu einem notorisch unzufriedenen Dauernörgler werden? Aus Angst vor der Zukunft am besten gleich zu Hause einschließen?

Nein, das ist nicht der richtige Weg. Für mich zumindest nicht. Und ich wäre auch ein ganz schlechtes Vorbild für meine Tochter. Es gibt genug, für das wir sehr dankbar sein können. Für unsere Gesundheit zum Beispiel. Oder für Essen, ein warmes Bett, ein Dach über dem Kopf, eine Familie. Dafür, dass wir uns in der glücklichen Lage befinden, hier immer versorgt zu werden, wenn alle Stricke reißen. Ich möchte, dass meine Tochter ein glücklicher, offener, hilfsbereiter, toleranter, ausgeglichener und zufriedener Mensch wird und das kann sie nur werden, wenn ich da mit gutem Beispiel voran gehe. Und man kann sehr viel für sie tun, für die innere Zufriedenheit. Anstatt nur zu jammern und schwarz zu sehen, aber nichts zu verändern an der ganz persönlichen Situation! Wir sind hier in der glücklichen Lage, noch sehr vieles selbst ändern zu KÖNNEN! Nicht alles, nein, aber vieles!

Das ist ein sehr wichtiger Punkt, man sollte wirklich mal ernsthaft in sich gehen und darüber nachdenken, was man da eigentlich seinen Kindern mitgibt! Ich arbeite ja an einer Grundschule und ohne Witz, ich werde jedesmal bestätigt, wenn ich vorher vermutet habe, dass die Eltern eines Kindes sicher solche Meckerfritzen sind. Man sieht es an den Kindern. Wirklich. Unzufrieden, selbst schon am beschweren wie die Großen, pingelig mit dem Wetter, bei jedem bisschen Nieselregen in der Pause nicht auf den Schulhof wollen und deswegen in Tränen ausbrechen.

Sehr häufig REDEN sie auch schon wie die Großen! Über die Flüchtlinge ("wir können jetzt wirklich keinen mehr aufnehmen, Deutschland ist voll!" Zitat sechsjähriges Mädchen), den Krieg ("Deutschland ist reich, weil sie Waffen an Syrien verkaufen", Zitat siebenjähriger Junge), die Probleme ihrer Eltern ("das Schliommste ist, dass wir so wenig Geld haben", Zitat siebenjähriges Mädchen).

Sollten Kinder in diesem Alter wirklich schon solchen Gesprächen der Erwachsenen beiwohnen? Natürlich ist es richtig, ihnen zu erklären, dass es so etwas wie Krieg gibt, dass wir hier Flüchtlinge aufnehmen, warum sie hierherkommen...das finde ich gut und wichtig! Aber doch bitte im direkten Gespräch mit den Kindern! Kindgerecht! Und nicht insofern, dass sie halt ganz offensichtlich Wortfetzen aus den Gesprächen der Erwachsenen aufschnappen. Man kann doch wenigstens über sowas reden, wenn der Nachwuchs nicht anwesend ist?

Ich finde das aus pädagogischer Sicht absolut bedenklich, diese Vorbildhaltung! Aber sich andererseits über die rassistischen Abgründe in Astrid Lindgrens oder anderen älteren Kinderbüchern beschweren. Und bloß diese schlimmen Bücher umtexten, um den Kindern kein falsches Weltbild zu vermitteln. Das ist völlig abstrakt! Über jeden Mist kann man anscheinend eine Grundsatzdiskussion beginnen und über Andersdenkende stänkern.... Als ob es nichts Wichtigeres gäbe, was wir unseren Kindern weitergeben sollten! Wie zum Beispiel Zuversicht, Selbstvertrauen, innere Balance und Zufriedenheit. Auch in schweren Zeiten die Ruhe zu bewahren.

Wollen wir unsere Kinder zu solchen Menschen heranwachsen lassen? Zu ängstlichen, stets unzufriedenen, nölenden Menschen, die mit geringen Belastungen völlig überfordert scheinen? Jede schwierige Situation als aussichtslos betrachten? Ich nicht! Ich werde mir meine Frohnatur bewahren, mir und meiner Tochter Nörgler und Schwarzseher so weit es geht vom Leib halten und dafür sorgen, dass sie auch in der sicher nicht leichten heutigen Zeit trotzdem ihre Fröhlichkeit bewahrt! Nicht mit uns. Hier noch ein tolles Lied zum Thema von einer Sängerin, die ich vor kurzem zufällig entdeckt habe und die ich toll finde!


Sonntag, 29. Mai 2016

Was ich so treibe wenn ich mal Zeit habe....Leidenschaften, Hobbies und Träume

 Hallo ihr Lieben,


ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen, aber ich werde nun wieder öfter schreiben. Ich hatte einfach viel um die Ohren...neue Liebe (ich werde berichten...), Führerschein (ich werde ebenfalls berichten), meine Prinzessin in der Trotzphase...einfach keine Zeit!

Ich habe mir mal ein paar Nachrichten durchgelesen, die ich bekommen habe und es gab häufiger Fragen nach dem Motto "was machst du denn so in deiner Freizeit?"

Darum schreibe ich jetzt diesen Artikel zum Wiedereinstieg!

Music was my first love...


...and it will be my last. Meine private Nummer 1 der absolut geilsten Lieder. Und nur zu wahr in meinem Fall. Die Musik ist meine große Liebe, meine Leidenschaft, meine Batterie, mein Seelentröster, mein Akku, mein Zugang zu meiner Seele...















In allen Tiefs meines bisherigen Lebens- und das waren wirklich so einige...war es am Ende immer wieder die Musik, die mich wieder hat aufstehen lassen.

Ich spiele selbst Klavier und Flöte seit ich klein bin. Flöte allerdings macht mir bedeutend weniger Spaß, obwohl ich da noch besser bin, weil ich früher (mit knapp 6) mit dem Unterricht begonnen habe, 
Das war aber eher "gezwungenermaßen", Klavier hingegen wollte ich unbedingt lernen, meine Eltern waren aber der Ansicht, dass dies für so kleine Hände nicht gut sei und ich warten solle, bis ich etwas größer bin.
Ich beharrte aber jahrelang darauf und mit 9 durfte ich dann anfangen, Unterricht zu nehmen. Das war der Beginn einer neverending Lovestory. Es ist einfach mein Ding und das, was mir im Leben am allermeisten Spaß macht (okay neben der Räuberprinzessin natürlich!)

Ich merkte dann schnell, dass ich gerne Lieder, die ich gerade toll fand, völlig egal welche, nachspielte. Das kann ich irgendwie, ich höre sie einmal und wenn ich sie eingängig finde und sie mir merke, kann ich sowohl Melodie als auch Akkorde auf Anhieb nachspielen. Ich kann auch Klassik und so nen Kram, da fahre ich vor allem auf Beethoven ab...

Musik zum Beruf machen lag da immer nahe...


jedoch verlief mein Leben nicht so ganz in den geordneten Bahnen, wie es sollte.
Eigentlich war ein Diplom- Musikstudium geplant, dazu hätte ich aber erstmal mein Abi und nicht nur das Fachabi machen müssen. Rebellisch wie ich in der Phase war, schmiss ich aber die Schule kurz vor dem Abi und beschloss, lieber eine Ausbildung in der Pflege zu machen.

Ein Hobby ist es aber natürlich immer noch.


Schreiben, fotografieren, Videobearbeitung


Das macht mir auch richtig Spaß, ist aber leider immer sehr zeitintensiv und Zeit ist, wie alle Mütter ja wissen, das was oft am meisten fehlt. 
Ich habe immer schon gerne geschrieben. Tagebuch, Liedtexte, Gedichte, irgendwelche anderen Texte...eine Zeitlang war ich bei Textbroker und habe da Texte für andere geschrieben. Gerade habe ich, einfach um mal wieder eine Abwechslung zu bekommen, einen Selbstlernkurs über kreatives Schreiben gemacht (HIER könnt ihr euch das angucken, ich fand es richtig toll!)
Als nächstes möchte ich unbedingt das Blogcamp machen...hat das einer von euch zufällig schon durch und kann mir ein bisschen was erzählen?

Fotografieren tue ich auch gerne, vor allem natürlich meine Kleine...und ich bearbeite Videos, d.h. ich schneide sie zusammen und unterlege sie mit passender Musik.


Ansonsten...


Sind wir gerne draußen im Freien unterwegs, ich fahre gerne Fahrrad, kann super Tischtennis spielen, wandere gerne, mag Tiere und die Natur...treffe mich mit Freunden... :-) Ach ja und ich bin eine Leseratte!


Mein größter Traum ist....


dass ich irgendwann die Möglichkeit doch noch finde, mit einer meiner Leidenschaften Geld zu verdienen, also ein Hobby zum Beruf zu machen. Zwar macht mir mein Beruf Spaß, aber ein riesen Traum wäre es, mein eigener Boss zu sein, meine Arbeitszeit selbst bestimmen zu können...Das wird leider wahrscheinlich aber auch ein Traum bleiben.





Montag, 11. Januar 2016

Als Single Mama glücklich sein? Teil 2

Hier geht es nun weiter mit der Erörterung, warum man nicht auch als Solomama glücklich sein sollte!

1) Vorurteile der anderen, jeder Alleinerziehende kennt sie und es geht so schnell...

Leider darf man heutzutage nicht mehr zu laut sagen, wenn man sich dafür entscheidet, noch etwas länger beim Kind zu bleiben und dafür z.B. eventuell auch Amtsgelder in Anspruch nehmen zu müssen.

 Man hat das Gefühl, grundsätzlich verurteilt zu werden sobald man äußert "ich bleibe noch ein Jahr bei meinem Kind und nehme dafür staatliche Hilfe in Kauf."

Ich finde, gerade was Soloelternteile betrifft, sollte niemand mit seinem Urteil darüber zu schnell sein. Von uns wird mittlerweile fast automatisch erwartet, Vollzeit arbeiten zu gehen, gleichzeitig einen perfekten Haushalt zu haben und eine tolle, ausgeruhte, gut aussehende, stets glückliche Mutter (oder natürlich auch Vater) zu sein. Doch wie soll man diesen Spagat schaffen, wenn einerseits erwartet wird, unabhängig von finanzieller Unterstützung zu leben und andererseits verurteilt wird, wer sein Kind zu früh, zu lange oder zu unkonstant, zb. wegen Schichtdienst, abgibt?

Und andere Möglichkeiten als diese beiden gibt es nicht. Es sei denn der Kinds Vater ist steinreich und hat Spendierhosen an. Womit ich persönlich sicher auch nicht ruhig und zufrieden leben könnte, so auf der Tasche meines Exs.

Dieses Aburteilen geht heute in Hartz 4 Zeiten einfach zu schnell. Da spielt es keine Rolle, ob man vorher 10 Jahre lang Vollzeit durchgearbeitet hat...wer Hartz 4 braucht, hat automatisch für viele den bekannten "Assi-Status." Da spielt die individuelle Geschichte absolut keine Rolle.

Genauso schnell ging das zumindest bei mir auch mit Vorurteilen und Meinungsbildung den Vater meiner Tochter betreffend.
"Nimm dem Armen doch sein Kind nicht weg..." ohne auch nur den Hauch einer Ahnung, was "der Arme" so getan hatte im Vorfeld, war das Harmloseste.

Da hilft nur, sich zu üben im "Hier-rein-da-raus".

Spruch-des-Tages.org
Leider schüren Serien wie zum Beispiel Alleinerziehend - ein 24 Stunden Job (natürlich kommt der Mist auf RTL2...) völlig falsche Vorurteile in den Menschen. Ich war so sauer als ich mir das angeguckt habe. Ich glaube, die haben mit Absicht einige der hilflosen Fälle ausgesucht und deren Probleme dramatisch aufgebauscht. Ich bin in einem Forum für Solomamas und Solopapas unterwegs und dort hat sich wirklich jeder über die falsche Darstellungsweise in dieser Serie schrecklich aufgeregt. Einige wurden von RTL2 gefragt, ob sie mitwirken wollen, jeder vernünftig denkende Mensch hat das aber abgelehnt.

Bei Interesse lies doch einmal diesen Artikel aus dem Blog "mutterseelenalleinerziehend" dazu. Oder auch den Beitrag, den "die Welt" dazu geschrieben hat. 

Unglaublich. 

2) Meine persönliche Lösung habe ich gefunden...

Ich denke für jedes Kind und jede Single Mutter (...Vater...) gibt es eine gute Lösung, mit der beide glücklich sein können. Ich habe lange nach dieser Möglichkeit gesucht und dafür einige Abstriche gemacht. Ich arbeite im Moment nur noch entfernt in meinem erlernten Beruf und auch nur 30 Stunden die Woche. In meinem alten Beruf, in dem ich hätte Schichtdienste machen müssen, was in meinen Augen mit einem Kleinkind nicht möglich ist, ohne dass jemand darunter leidet, habe ich trotz intensivem Suchen mit diesen Rahmenbedingungen keine Chance gehabt. 

So gehen wir um sieben aus dem Haus, ich bringe meine Kleine zur Tagesmutter, fange um acht an zu arbeiten und nach meinem Feierabend und zwei hole ich sie dort ab . Klar könnte ich mehr Geld haben, Geld ist immer gut, aber mir ist es sehr viel wichtiger, Zeit mit meiner Räuberin zu verbringen und wir kommen finanziell einigermaßen zurecht. 

Sicher, später wird sie mehr Ansprüche haben, das ist mir sonnenklar! Aber mit ihrem zunehmendem Alter werde ich ja auch wieder mehr arbeiten können. Ich denke, wir sind beide glücklich so wie es ist und ich denke auch es ist sehr wichtig, sich frühzeitig ein soziales Umfeld zu schaffen, auf das man im Notfall zurückgreifen kann. Ich bin froh das sie so tolle Großeltern hat und ich so tolle Freunde habe, die zu ihrem Umfeld gehören und die mir auch zwischendurch einmal eine Auszeit ermöglichen.

Für mich ist die Glücks Rangfolge eben so:

- Glückliches Kind
- Glückliche Mama
- Arbeit
- Alles andere

Wie ist deine?

3) Abschließende Worte :-)

Die meisten Soloelternteile die ich kenne, sind glücklich und häufig auch froh, ihre oft hoffnungslose Partnerschaft hinter sich gelassen zu haben. Sie stehen erfolgreich im Beruf, sind zufriedene Menschen, stehen voll hinter ihrer Verantwortung und ziehen tolle Kinder heranIch kenne auch kaum Soloelternteile, die wie so oft gesagt wird dem anderen Elternteil dem Umgang zum Kind verwehren wollen. Im Gegenteil, bei den allermeisten der mir bekannten Fälle ist es so, dass der andere Elternteil diese Verantwortung nicht wahrnehmen möchte und auch finanziell nur das Notwendigste zahlen möchte. Ich kann diese Elternteile absolut nicht verstehen, denn schließlich ist es ihr eigen Fleisch und Blut, welches sie da so gleichgültig abservieren.

Wir sollten vielleicht alle etwas toleranter werden und uns nicht von Klischees und falschen Darstellungsweisen beeindrucken lassen. Und mehr auf unser Herz hören und auf das, was es uns sagen will.

Glücklich sein als Solomama oder Papa ist wohl also eine gelungene Mischung aus allen lebensrelevanten Gebieten. Bist du ein Karrieretyp? Gut, dann schau, dass dein Kind eine tolle Betreuung hat und dass du deinen Kram organisiert bekommst.
Du willst sooo gerne noch bei deinem Kind bleiben, aber alle sagen "du musst doch wieder arbeiten"? Scheiß auf die anderen!

Gerade als Alleinerziehender ist es sowieso unabdinglich, sich andere Meinungen, die ja jeder Hinz und Kunz meint, äußern zu müssen, nicht mehr so zu Herzen zu nehmen, wenn man wirklich glücklich sein möchte. Und ja, wir DÜRFEN glücklich sein. Warum denn bitte auch nicht? 




Donnerstag, 3. September 2015

Warum der Job eines Inklusionshelfers nicht immer einfach ist

Als Integrationshelfer hat man einige Hürden zu nehmen. Zum Beispiel, dass sich immer alle über die Inklusion  (für alle, die sich jetzt fragen, was das bedeutet: hier eine gute Definition des Wortes von "Aktion Mensch") aufregen oder zumindest meinen, sich ein Urteil darüber erlauben zu können. Oder die Lehrer und Eltern bemitleiden. Kaum jemand allerdings interessiert sich aber für die eigentlich mit am meisten Betroffenen dabei, nämlich die Inklusionshelfer.

Im Prinizip bedeutet das, ein in irgendeiner Form gehandicaptes Kind (aber auch Erwachsene...)zu begleiten, meistens in der Schule oder im Kindergarten, manchmal auch noch in der Freizeit, und ihm dort die individuell benötigte Hilfestellung zu geben.
Das kann Motivation sein, körperliche Pflegetätigkeiten, Hilfe beim Lernen, bei Konzentrationsstörungen eingreifen, Kontakte herstellen, es ist wirklich von Kind zu Kind verschieden.

Es handelt sich hier wirklich um eine Herzensangelegenheit von mir. Meine Schülerin ist sieben Jahre alt und wiederholt gerade die erste Klasse. Sie wurde bei aufwändigen Testungen als geistig behindert eingestuft, da ihr IQ unter 60 liegt. Dafür hat sie wirklich viele tolle Eigenschaften: sie ist sehr sozial, interessiert an anderen Menschen und äußerst feinfühlig ihrer Umwelt gegenüber. Die Mutter wollte sie unbedingt auf einer Regelschule einschulen, für sie kam eine Förderschule nicht infrage.
Gerade in Mathe und Deutsch hat meine Schülerin gravierende Probleme, in dem Tempo der anderen Schüler mitzukommen.

Was genau ist daran jetzt problematisch?


Ich habe einen erlernten Beruf, nämlich Heilerziehungspflegerin mit dreijähriger Ausbildung, den ich sehr gerne ausübe und der ja perfekt zu diesem Job passt. Dennoch werde ich nicht als Fachkraft anerkannt. Obwohl ich mich um eine anerkannt behinderte Schülerin kümmere, interessiert es nicht, dass ich auch wirklich eine Fachkraft BIN. Es wird auf jedem möglichen Weg versucht, Kosten zu sparen und billige Arbeitskräfte für diesen Job zu gewinnen. Genauso ergeht es fast jedem, der in diesem Beruf arbeitet. Kaum einer wird als Fachkraft anerkannt, obwohl viele mir bekannte Inklusionshelfer eine passende Ausbildung haben. 

Dementsprechend fällt dann natürlich auch die Bezahlung aus. Der durchschnittliche Bruttolohn eines Inklusionshelfers in NRW beträgt 9,50 € die Stunde.

Soziale Berufe werden ganz schön unsozial bezahlt!
Es ist ähnlich wie im gesamten übrigen sozialen Bereich: es wird versucht an Fachkräften zu sparen und ungelernte Kräfte (oft Zeitarbeiter) statt derer einzusetzen. Das läuft ja in Seniorenheimen, Behindertenwohnheimen und Werkstätten und vermehrt auch in Krankenhäusern und Kindergärten genauso ab. Ebenso in völlig anderen Tätigkeitsfeldern.


Anscheinend denken die Menschen, dass man keine besonderen Kenntnisse braucht, wenn man sich zum Beispiel um behinderte Menschen kümmert. Das stimmt aber nicht. Auch diese Menschen benötigen Medikamente, mit denen man sich auskennen muss, Ablaufsplanungen, mit denen man je nach Behinderungsbild vertraut sein sollte und zudem muss man natürlich wissen, wie man mit dem bestimmten Behinderungsformen umgehen kann. Es ist nicht unbedingt einfach, einem autistischen Menschen bei einem Ausraster zu besänftigen oder einem Spastiker während seines Anfalls beizustehen. Ebenso ist es mit der ganzen Pflege: man muss wissen wie man einen bettlägerigen Menschen die richtige Pflege zukommen lässt, wie man jemandem das Essen menschenwürdig anreicht, wie man die Menschen lagert...wie man einen ständig zitternden  Spastiker rasiert oder ihm die Nägel schneidet...

Wir haben alle schließlich nicht umsonst eine dreijährige Berufsausbildung hinter uns.

Was ich darüber denke...


Ein geistig behindertes Mädchen in der Regelschule zu fördern, zu motivieren, zu integrieren und sie ganz allgemein durch die Grundschulzeit zu bringen, erfordert einiges an Fachwissen, Einfühlungsvermögen und Professionalität. Es ist sehr traurig dass dies nicht annährend honoriert wird.

Ich stehe zudem permanent unter dem Spagat zwischen Lehrern und Eltern des Kindes. Den Lehrern will man natürlich möglichst nicht dazwischen grätschen. Für die ist es auch nicht besonders einfach mit uns Inklusionshelfern. Ich weiß nicht wie ich das fände wenn ich Lehrer wäre und es gewöhnt wäre, mit den Kindern alleine in der Klasse zu sein und auf einmal sitzt dort ein anderer Erwachsener mit in meinem Unterricht. Es ist gesetzlich auch überhaupt nicht festgelegt wo die Aufgaben des Inklusionshelfers anfangen und die des Lehrers aufhören. 

Dies ist ein Artikel darüber aus Lehrersicht, gelesen auf halbtagsblog.de

Meine Schülerin hat die Schule gewechselt und in der alten Schule habe ich sämtliche Tätigkeiten, die eigentlich dem Lehrer inne wären ausgeübt. Ich habe ihr Mathe erklärt, bin mit ihr in den Fächern, in denen sie gestört hat, rausgegangen, habe im Unterricht hauptsächlich mit ihr hinten gesessen und ihr dort die Sachen erklärt, weil sie sich auf ihrem Platz nicht konzentrieren konnte und so weiter und so fort. Ist das gelungene Inklusion? Das eine Schülerin entweder aus der Klasse hinaus muss oder abgegrenzt von der Klasse hinten sitzt?
Bildergebnis für inklusion behinderung
Bild von de.fotalia.com
Das wären ja auch eigentlich gar nicht meine Aufgabe gewesen, sondern die einer Lehrkraft, beziehungsweise der drei Tage in der Woche anwesenden Sonderpädagogin. 
Ich hatte dadurch eine ziemliche Verantwortung. Zudem kommt noch dazu, dass es der ehemaligen Klassenlehrerin ganz gut gefiel, wenn man auch den anderen Schülern zwischendurch etwas erklärt oder beim Austeilen der Lernmaterialien hilft oder in den Pausen Streitschlichter spielt und so weiter. 

All das sind Sachen wofür wir gut genug sind. Geht es dann aber darum, bei reflektierenden Gesprächen über das Kind mit Ämtern, Eltern oder zuständigen Rententräger ein Feedback zu geben, werden wir Integrationshelfer selten oder überhaupt nicht genannt. Obwohl wir einen ganz und gar nicht unerheblichen Anteil an der schulischen Entwicklung des Kindes beitragen.

Das Ganze mal beleuchtet mit den Augen einer Mutter:


Die Eltern wiederum hätten natürlich am liebsten, dass ihr Kind völlig aufblüht und ganz normal an der Schule teil haben kann. Natürlich haben sie auch Wünsche, wie ihr Kind in der Schule behandelt werden soll und wie der Integrationshelfer mit den Lehrern dementsprechend umgehen soll. Sie fragen dann, ob man nicht dieses mit dem Lehrer besprechen kann oder jenes umsetzen kann. Das ist ja auch völlig verständlich, ich als Mutter würde genau das Gleiche für mein Kind wollen. Viele Lehrer finden es nur leider nicht so toll, wenn der Integrationshelfer mit Forderungen und Wünschen ankommt. Nicht alle, aber einige sind mit der Integration völlig überfordert und ihnen ist einfach nur wichtig, dass der Unterricht wie gewohnt in seinen Bahnen läuft.

Bitte versteht mich jetzt nicht falsch, ich habe sowohl für Lehrer als auch für Eltern natürlich großes Verständnis. Die Lehrer haben auch ihren Beruf ausgesucht, weil sie Lehrer sein wollten und keine Sonderpädagogen. Ebenso habe ich mir mein Beruf ausgesucht, weil ich fördern und helfen wollte. Ein Lehrer wollte ich ganz sicher nie werden.

Die Lehrer möchten deswegen natürlich, dass das Kind unproblematisch in der Schule mitkommt, die Eltern möchten, dass das Kind mit allen gut klar kommt und möglichst schnell Besserungen zeigt. Zudem ist man für beide jederzeit der Puffer, wenn etwas nicht gut läuft. Mein Kind zum Beispiel hat einen IQ von unter 60 und von mir wird erwartet dass sie normal in der Schule mitkommt. Wie soll das gehen? Vor allem, wenn ich mich dafür einsetze, dass sie wirklich integriert wird und auf ihrem Platz sitzen bleiben darf, wie soll ich ihr dann während dem Unterricht etwas erklären, ohne die anderen zu stören?

Dazu kommen organisatorische Schwierigkeiten...


Natürlich ist es auch immer ein Problem mit den Urlauben, die man ja gezwungenermaßen hat wegen den Schulferien. Ich bin also gezwungen, in den Ferien frei zu machen. Bei den meisten Arbeitgebern, die Integrationshelfer einstellen, wird dann folgendermaßen vorgegangen: die Integrationshelfer sollen  sich während den Sommerferien arbeitssuchend melden. Natürlich ist das keine super Lösung wenn man jedes Jahr sechs Wochen zum Arbeitsamt rennen muss. Mein Arbeitgeber, nach dem ich aber auch lange suchen musste, hat es so geregelt dass ich ein Arbeitszeitkonto habe, wo diese Zeiten dann verrechnet werden. Dadurch habe ich natürlich dann allgemein weniger raus.

Es ist für alle Beteiligten keine einfache Sache mit der Inklusion. Das haben sie sich wieder ganz toll ausgedacht. Hauptsache wir schließen ein paar Förderschulen und schreiben uns fett Inklusionsland auf die Stirn. Über die Umsetzung hat sich aber anscheinend niemand wirklich Gedanken gemacht. Es ist ja auch ein toller Gedanke alle Kinder gemeinsam zu beschulen, aber ich weiß wirklich nicht, ob es für jedes Kind die beste Lösung ist. Die Kinder merken doch oft, dass sie in der Schule nicht mit den anderen mithalten können und igeln sich nach dieser Erfahrung ein. Ob da nicht in manchen Fällen eine Förderschule, wo speziell auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird, ihr Tempo berücksichtigt wird und sie unter anderen Kindern mit ähnlichem Förderbedarf sind, besser für sie wäre?

Dazu fand ich einen Artikel aus dem "Tagblatt" sehr gut, zu lesen hier!

Gute Ansätze wären eventuell, in jeder Klasse mit Kindern, die speziellen Förderbedarf haben, feste Inklusionshelfer, natürlich mit qualifizierter Ausbildung, einzustellen, die sich dann um mehrere Kinder kümmern könnten. Das wäre auch mein persönlicher Hoffnungsschimmer.

Auch müssten die jeweiligen Aufgaben klarer abgeteilt werden. So oder so gibt es noch eine Menge Gesprächsbedarf von allen Seiten. Für die anderen Regelschulkinder ist es ja auch wichtig, dass die Qualität ihres Unterrichtes nicht leidet, das muss man ja auch berücksichtigen!

Hier noch ein Artikel aus der WAZ darüber, was die Probleme sind, wie schlecht das alles bedacht wurde, wie viel es zudem den Staat auch kostet und wie eine Lösung in Zukunft aussehen könnte.

Wie geht es denn meiner Schülerin?


Auf der neuen Schule läuft es für meine Schülerin bedeutend besser: die Klassenlehrerin ist toll, bisher mussten wir noch kein einziges Mal den Unterricht verlassen und hinten sitzen muss sie auch nicht. Auch wenn sie eine falsche Antwort gibt, geht die Klassenlehrerin flexibel darauf ein und gibt ihr nicht wie die alte das Gefühl, nichts zu können. Im Gegensatz zu der alten Klassenlehrerin erstickt sie auch Gelächter über meine Schülerin und Spott der anderen Schüler im Keim. Ich bin guter Hoffnung, dass wir an dieser Schule ein gesundes Mittelmaß und einen vernünftigen Umgang miteinander finden.

Montag, 24. August 2015

Ich bin eine Rabenmutter , weil...Top Ten!

Letztens in einem meiner liebsten Foren hatten wir das Thema, warum man sich selber als Rabenmutter sieht. 


Da waren ganz schön interessante Dinge dabei. Bei vielen habe ich mich wirklich ernsthaft gefragt, warum eine Mutter deswegen eine Rabenmutter sein soll, aber jeder Mensch tickt ja anders. Vielleicht finden andere dafür ja MEINE Gründe übertrieben.

Hier also nun die Top Ten der Dinge, wegen denen ICH mich als Rabenmutter sehe, bzw. wegen denen ich zwischendurch mal ein schlechtes Gewissen habe. Sie sind abfallend geordnet, das heißt  das Schlimmste kommt zuerst.


Bevor ich jetzt beginne, möchte ich euch bitten, weiter unten auch die positiven Gegenstücke zu lesen...☺

  1. Seit ungefähr einem Monat lasse ich meine Kleine öfters mal am Wochenende morgens im Bett Heidi auf You Tube gucken, nur damit ich noch 10 Minuten dösen kann.
  2. Manchmal habe ich absolut keine Lust, mit ihr zu spielen, auf den Spielplatz zu gehen oder zu lesen, sondern wünsche nur dringend Ruhe und eine heiße Wanne!
  3. Abends bringe ich die Räuber Prinzessin manchmal eher ins Bett, weil ich so meine abendliche Relax-Zeit herbei sehne!
  4. Ich verstecke mich manchmal vor ihr auf dem Klo, um kurz mein Handy zu checken!
  5. Ich genieße es, meine kinderfreie Zeit auf der Arbeit zu haben und mal in Erwachsenen- Sprache zu reden (als Solomama habe ich hier ja keinen anderen Erwachsenen, es sei denn ich habe gerade Besuch...)
  6. Meine Süße darf... neben ihrer durchaus recht gesunden Ernährung... zwischendurch auch mal einen Fruchtzwerg, Schokolade oder sonstwas an schlimmem Zuckerzeug haben, denn ich bin der Meinung, man kann es auch übertreiben mit der gesunden Ernährung!
  7. Ich bin froh, wenn sie gelegentlich mal von Oma und Opa abgeholt wird!
  8. Ich habe absolut kein schlechtes Gewissen, sie bei ihrer geliebten Tagesmutter abzugeben. Ich freue mich eher, weil sie sich immer so sichtlich freut, diese und die anderen Kinder zu sehen!
  9. Manchmal wünsche ich mir zwei bis drei Tage Zeit nur für mich!
  10. Ich koche gerne und gut, aber ich HASSE backen. Ebenso bin ich schlecht im basteln und malen! Natürlich werde ich da auch an mir arbeiten und wichtige Dinge wie Laternen, Schultüte, Geburtstagskuchen etc. selbst übernehmen! Den Rest lasse ich dann ihre kreative Oma mit ihr machen. Auch bügle ich nichts und kaufe sowohl meine als auch ihre Klamotten danach.

Hier nun also auch die Punkte, die mich in meinen Augen zu einer GUTEN Mutter machen:


               Ich bin eine tolle Mama, weil....
  • Ich meine Maus über alle Maßen liebe und alles, wirklich ALLES, für sie tun würde! 
  • Ich jeden Tag mit ihr lese, singe, spiele und tanze, egal wie ich mich dabei manchmal zum Affen mache.
  • Ich Wert auf ausgewogene, gesunde Ernährung lege und auch selbst mit gutem Beispiel voran gehe. Ausnahmen bestätigen die Regel ;-)
  • Ich ständig was in unserer Wohnung verändere, damit die Prinzessin sich wohl fühlt zuhause. 
  • Wir jeden Tag draußen sind und ich ihr Liebe zur Natur und zu Tieren vermittle. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung...
  • Der Fernseher bei uns erstmal ausbleibt.
  • Wir viele schöne Rituale und einen guten, meist in etwa gleichbleibenden, Rhythmus gefunden haben.
  • Ich die Situationen, in denen ich gereizt und launisch ihr gegenüber war. an einer Hand abzählen kann.
  • Ich viel mit ihr spreche und sie überall mit einbeziehe.
  • Ich alles getan habe, um ihr ihnen Papa zu erhalten. Was ja leider nicht so gut geklappt hat.
  • Mich ihre Entwicklungen brennend interessiert und ich es liebe, ihr dabei zuzusehen, wie sie ein richtiges kleines Persönchen wird!
  • Ich ihr ganz oft sage, wie lieb ich sie habe und wie stolz ich auf sie bin.
  • Ich mit reinem Gewissen sagen kann, dass ich bisher bei allem authentisch und ich selbst geblieben bin und hinter allem, was wir gemeinsam geschafft haben, voll und ganz stehe.

Was macht euch denn in euren Augen zu einer schlechten, bzw gerne auch guten Mutter?


Samstag, 22. August 2015

Dr. Google, Mütterforen und andere Sorgen einer Neumutter

Ich hatte, seit ich wusste dass ich Mutter werden würde, anfangs sooo viele Sorgen und Ängste! Was sich mittlerweile total entspannt hat :-)

Größtenteils verschwanden sie mit Sicherheit dadurch, dass ich relativ schnell damit aufgehört habe, bei jedem Problem Dr. Google zu befragen oder...fast noch schlimmer...irgendwelche Foren und Gruppen, in denen viele Mütter aufeinander treffen! 

Ich würde einfach einmal die provokante Aussage in den Raum stellen, dass fast jede Mutter weiß was ich gerade meine, und dass sich auch fast jede Mutter durch den Googledoktor oder schwarzsehenden Kolleginnen schon mal wegen irgendwas selbst bekloppt gemacht hat. 

Natürlich wird jetzt jeder behaupten: “ICH doch nicht! Ich mache mich doch wegen sowas nicht verrückt!“ aber ich denke, im Großen und Ganzen kennen wir das wohl fast alle in irgendeiner Form. 
Ich oute mich hiermit auf jeden Fall als eine Erstmutter , bei der es genau so gewesen ist. Und das obwohl ich eigentlich ein meist cool bleibender und sehr selten in Panik geratender Mensch bin.

Ich schreibe unter anderem diesen Post, um andere zum ersten Mal Schwangere zu ermutigen, sich nicht so verrückt machen zu lassen von dieser manchmal, aufs Muttersein bezogen häufig, falsch liegenden, online Diagnose. 

Das was ich da alles so erfahren habe, hat mich oft schlaflos gemacht. Als ob nicht schon mein Baby gereicht hätte, um mir den Schlaf zu rauben. Ich denke, ich habe durch Baby online Recherchen sogar teilweise verlernt, auf mein Bauchgefühl zu vertrauen und auf meine gesunde Beobachtungsgabe.

Egal welche Befindlichkeitsstörungen das Baby hatte: wenn ich Google oder diese Foren befragte, konnte es immer etwas total Schlimmes sein. Wahrscheinlich harmlos, das las ich oft, aber es gab eben auch immer diese Einträge/Beiträge, die etwas ganz Dramatisches vermuteten oder Mütter, die berichteten, so etwas habe man bei seinem Kind auch gehabt und es sei auch ganz furchtbar geendet.

Von der Webseite FakePlus.com
In den ersten Wochen war es wirklich so, ich habe ständig irgendwas gelesen und ergoogelt, aber dann war mir recht schnell klar, dass das keine gute Idee ist. Mittlerweile habe ich einen von einem langjährigen Kinderarzt geschriebenen Ratgeber, den ich bei Problemen befrage und ansonsten lese ich gar nichts mehr und höre auf mein Bauchgefühl wenn ich eine Entscheidung mein Kind betreffend zu fällen habe. Meine ich, es ist gerade wirklich krank oder wirkt irgendwie unheimlich verändert? Gut, dann gehe ich eben zum Kinderarzt. Den ich mir sorgfältig ausgewählt habe, eben WEIL ich Vertrauen in seine Kompetenz habe. Ende der Geschichte

Bevor ich jetzt hier falsch verstanden werde: natürlich haben gerade Mütterforen auch viele sehr sehr schöne Seiten! Ich liebe es zum Beispiel, dort auch mal meinen Streß wegen irgendeiner Phase loszuwerden und von anderen Müttern zu hören: “So war es bei uns auch! Ich kann dich voll verstehen und es geht vorbei!“ :-)

Mir geht es in diesem Post ausschließlich um die Ferndiagnose von Krankheiten oder anderen gesundheitlichen Problemen. 

Ebenso ist es ja in der Schwangerschaft, da kann man sich doch auch mit Google total bekloppt machen: ist das Kind groß genug, ist das Gewicht richtig für die Schwangerschaftswoche? Man liest nach, was der Frauenarzt im Mutterpass vermerkt hat und versucht jede angebotene Untersuchung wahrzunehmen. 

Ich denke, beim zweien werde ich um 90% entspannter sein.

Ich hatte auch noch Schwangerschaftsdiabetes. Da darf man gar nicht anfangen zu googeln. Eigentlich sollte man schon seinem Frauenarzt, den man ja wahrscheinlich ebenfalls sorgfältig ausgewählt hat, und wie gesagt seinem eigenen Gefühl vertrauen, doch heutzutage stellen wir automatisch alles infrage. Ich kann es auch total verstehen und es wird uns auch durch die Zusatzuntersuchungen, die einem auch noch empfohlen, ja teilweise aufgeschwatzt, werden, schwer gemacht sich da nicht verrückt zu machen. Genau darüber gab es letztens noch diesen Artikel im Tagesspiegel.

Ist ja klar, dass man da als Frau, die gerade das erste Mal ein Baby bekommt und sich alleine deswegen schon hormonell bedingt im Gefühlschaos befindet, verunsichert ist und alles tun will, um die Schwangerschaft gut durchzuziehen!

Okay das letztere hat eher mit den behandelnden Ärzten als mit Google oder Foren zu tun, aber was macht Frau wenn sie vom Arzt oder der nächsten Vorsorge kommt? Richtig, sie setzt sich an den PC und ergoogelt die Begriffe aus Mutterpass oder Arztbrief ;-)


Freitag, 14. August 2015

Als Single Mama glücklich sein? Teil 1

Viele denken immer, als Alleinerziehende könnte man nicht glücklich sein. Wie die darauf kommen, weiß ich auch nicht so genau.




Hier kommt Teil eins meiner persönlichen Analyse. Gegliedert in die Punkte, die meiner Meinung nach relevant für die Fragestellung sind.

1) Glücklich ohne Partner, geht doch gar nicht, oder? 

Ich denke das ist erst mal eine Sache der Organisation und inneren Einstellung. Wenn man krampfhaft auf der Suche nach einem Partner ist oder ebenso krampfhaft versucht, seine Beziehung zum Kindesvater wieder hin bekommen, obwohl eigentlich schon klar ist, dass Hopfen und Malz verloren ist, wird man wahrscheinlich abends dasitzen und sich denken: "Und DAS soll jetzt mein Leben sein?"

Ohne Witz, ich kenne einige Paare, die sich nur noch fetzen. Wo jeden Tag mehr oder weniger aktuell die Frage im Raum steht: "Bringt unsere Beziehung noch was oder sollen wir uns lieber trennen?" Da geht es teilweise um die kleinsten Banalitäten wie zb. das Fernsehprogramm, die Abendgestaltung, den Haushalt...man was bin ich dann immer froh, dass ich DAS nicht habe! Ich weiß nicht, wie es in ein paar Jahren aussieht, ob ich mir da jemanden herbeisehne, aber momentan kann ich mit voller Überzeugung sagen, dass ich absolut nicht auf der Suche nach einer neuen Liebe bin.

Warum sollte mein Glück und meine innere Zufriedenheit auch ausschließlich von einer Beziehung abhängig sein? Ist die Liebe zu anderen nicht auch erfüllend? Zu seiner Familie, den Freunden, dem Kind?

Ich habe mir mittlerweile meinen Alltag so organisiert, dass sowohl meine Kleine als auch ich glücklich und zufrieden miteinander leben können. Dabei ist es mir auch wichtig, dass ich einiges für mich selbst tue. (Lies dazu doch bei weiterem Interesse auch DAS).

Natürlich kann ich nicht wissen, wie sehr ihr ihr Vater wirklich fehlt und ich habe wirklich alles gegeben, um ihr einen guten und konstanten Kontakt zu ermöglichen, doch wenn Papa nicht mitspielen möchte, kann ich das leider nicht erzwingen. Ich denke es war wichtig das zu erkennen und zu akzeptieren.


Original: www.Spruch-des-tages.org
















2) Ich nehme mir selber den Druck bei der Organisation...

Den Haushalt habe ich mir mittlerweile so eingeteilt, dass ich wenn ich Zeit habe immer ein bisschen erledigen. (Hier aus einem freien Google Book: Das Prinizip der Vier-Minuten-Aufgaben! Wer nicht extra lesen will: Es bedeutet, alles, was innerhalb kürzester Zeit erledigt werden kann wie zb. Wäsche waschen, Spülmaschine ausräumen, saugen etc...erledigt man SOFORT, denn dafür ist wirklich IMMER Zeit!)

Es gibt bei uns auch keine festen Waschtage und keine festen Putztage mehr. Ich sehe den Dreck und mache ihn weg. Das ist mein Leitsatz. In diesem Artikel erkläre ich übrigens, wie das für mich persönlich super klappt. Es ist bei uns zwar natürlich oft chaotisch aufgrund von herumfliegendem Spielzeug, aber stets sauber und gemütlich, ohne dass ich besonders viel Stress oder Zeit investiere!

3) Arbeit- entscheide selbst, wie wichtig sie dir ist und steh dann zu deiner Entscheidung!

Mit der Arbeit (anklicken für einen älteren Artikel zum Thema) habe ich es so gut wie möglich für uns beide organisiert. Mittlerweile bin ich unabhängig vom Amt oder sonstigen Hilfen. Klar, mehr Geld könnte man immer haben und die finanzielle Situation ist sicher für niemanden einfach, der Soloelternteil ist!

Ich habe viel Zeit für meine Kleine und zudem das tolle Gefühl, dass ihr die Tagesmutter, deren spezielle Förderung und die anderen Kinder dort sehr sehr gut tun. So habe ich absolut kein schlechtes Gewissen, arbeiten zu gehen. Und ich muss ehrlich zugeben, dass mir mein Job und das Stück Raum, das ich dort alleine für mich habe, gut tun.

Ich habe aber auch nicht die erste beste Betreuungsstelle ausgesucht und hätte, wenn ich niemanden gefunden hätte der uns zugesagt hätte, notfalls auch in Kauf genommen, ein Jahr länger bis zu Prinzessins Kindergarteneintritt  zu Hause zu bleiben und damit zu leben, eine Zeit lang Geld vom Amt zu bekommen. Das ist natürlich nicht toll und sicherlich keine Dauerlösung, aber für mich die bessere Alternative, als nie Zeit für mein Kind zu haben, mit einer Betreuung zu leben, bei der man kein gutes Bauchgefühl hat und das permanente Gefühl zu haben, sich dauernd aufzureiben und zehnteilen zu müssen. 

Das muss jeder für sich herausfinden, da kommt es auf viele Faktoren an.

Hier geht es weiter zu Teil 2, Thema zb. Vorurteile und wie man sich dagegen abhärtet


Mittwoch, 12. August 2015

Meine Glücks Formel

Ich weiß mittlerweile, dass ich einige Dinge für mich tun kann, um glücklich und zufrieden mit mir selbst zu sein. Was macht euch denn ausgeglichen und bringt euch innere Harmonie?
Hier also mal meine To Do Liste :-)

  • Was dich stört, das ändere. 
  • Hör auf, dir leid zu tun und Ausreden zu erfinden. Du selbst hältst es in der Hand. Du findest dich zu dick? Nimm ab! Informiere dich wie. Und ich rede hier nicht nur einfach, ich habe in den letzten anderthalb Jahren nach der Geburt 36 kg abgenommen. Wie? Ohne angesagte, angeblich wirksame Diäten! Bewegung und gesunde Ernährung!
  • Tu für dich was dir gut tut. Wenn das Kind schläft, arbeite nicht, sondern nimm dir Zeit für das, was du brauchst.
  • Hör auf, Energie zu verschenken und dich über andere aufzuregen. Lass sie einfach labern.
  • Jemand kritisiert dich konstruktiv? Super, nimm es dir an!
  • Geh raus. Beweg dich. Unterhalte dich.
  • Such dir gute Freunde, schieß falsche ab. Verschwende keine Energie in Menschen die dich runterziehen und dir nicht gut tun.
  • Überwinde deinen Schweinehund und pack die Dinge an. Das tut so gut.




Wie ich meinen Haushalt perfekt organisiere, ganz ohne Streß

Ich habe mittlerweile meinen Weg gefunden, mich mit dem Haushalt nicht mehr so zu stressen. Hier kommt für euch meine Haushalts Trickkiste ;-)

  1. Ich vermeide feste Tage. Ein fester Wasch- oder Putztag mag zwar Vorteile haben, am Ende blickt man dann aber doch meistens dem Tag mit Grauen entgegen, weil so viel erledigt werden muss und sowieso ja wieder etwas dazwischen gekommen ist, das kennt ihr sicher, oder?
  2. Ich überwinde jederzeit meinen inneren Schweinehund. Was gemacht werden muss mach ich sofort und schiebe es nicht lange raus. Wenn ich zb. sehe, dass dieses Fach im Kühlschrank schmutzig geworden ist, denke ich mir nicht: "das muss ich heute Abend erledigen", sondern mache es SOFORT. Meistens fallen so nur Kleinigkeiten an und mal ehrlich, das schafft man auch mit Kind! Am Anfang im Tragetuch oder auf der Krabbeldecke immer in der Nähe und später so:
  3. Ich zeige meiner Tochter, dass der Haushalt erledigt werden muss und dass ich mir dafür gerade etwas Zeit nehme. Ich lasse sie mithelfen, damit sie sich nicht ausgeschlossen fühlt! Zum Beispiel kriegt sie einfach ein Lappen, wenn ich putze, lasse sie an der Spüle plantschen, wenn ich das Geschirr gerade in die Spülmaschine räume, gebe ihr ein paar kleine Töpfe und/oder Kochlöffel wenn ich koche, wenn ich Wäsche aufhänge, kann sie mir die Teile angeben oder beim Waschen in die Maschine räumen und sie hat dabei ohne Ende Spaß. Sie freut sich, wenn sie das Gefühl hat, mir helfen zu können. Ich räume abends mit ihr gemeinsam auf. Natürlich ist das am Anfang für mein Kleinkind alles nur Spaß, aber sie lernt auf Dauer etwas durchaus Sinnvolles dabei, nämlich, dass Arbeit erledigt werden muss und dass Ordnung wichtig ist. Mittlerweile ist sie anderthalb und redet schon recht viel. Ich sage ihr, dass ich kurz etwas arbeiten muss und frage sie, ob sie mir helfen möchte und mittlerweile ist ihr das meistens zu langweilig und sie zieht das Spielen dem Helfen vor...Ein toller Fang war mein Learning Tower. Da können die Kleinen, sobald sie sicher stehen können, drinstehen und sind in gleicher Höhe wie man selbst. Hier ist eine super Anleitung zum Nachbauen. Selbst ich mit meinen zwei linken Händen bei handwerklichen Sachen habe es völlig alleine geschafft!

    So sieht das Ding aus!
  4. Wer keinen Wäschetrockner hat, hängt am besten die Wäsche sofort nach dem Waschen gründlich auf. Das erspart bügeln und verhindert unnötige Falten. Man muss wirklich heutzutage sowieso seine Zeit kaum noch oder gar nicht mehr ans Bügeln verschwenden, finde ich. Außer natürlich es macht einem Spaß, was bei mir jedoch absolut nicht der Fall ist. 
  5. Kochen. Ich koche für mehrere Tage. Wenn es Nudeln mit Bolognese gab, mache ich am nächsten Tag Bratnudeln oder Nudelsalat. 
  6. Einkaufen. Ich kaufe grundsätzlich nicht mehr ein, wenn ich gerade Hunger habe. Außerdem kaufe ich konsequent nur das, was auf meiner Einkaufsliste steht. Einmal in der Woche wird ein Essensplan gemacht. Spart Geld und Nerven.
  7. Kisten, Kartons und andere Aufbewahrungsbehälter, schön beschriftet, helfen unheimlich, das Chaos im Überblick zu behalten! 
  8. Die größeren, seltener anfallenden Arbeiten wie Fenster putzen und so sind das Einzige, was ich mache, wenn die Kleine gerade schläft. Ansonsten ist ihre Schlafenszeit knallhart meine Relaxzeit.
Ich schätze, dass ich so völlig ohne Streß und Druck vielleicht jeden Tag HÖCHSTENS eine halbe Stunde mit dem Ganzen beschäftigt bin. Und hier sieht es wirklich jederzeit so aus, dass man jemanden reinlassen kann. Egal wen. Es ist immer sauber, gemütlich und ordentlich.
Verratet mir doch auch eure Tricks der perfekten und streßfreien Haushaltsführung wenn ihr mögt! Das würde mich sehr freuen!