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Montag, 11. Januar 2016

Als Single Mama glücklich sein? Teil 2

Hier geht es nun weiter mit der Erörterung, warum man nicht auch als Solomama glücklich sein sollte!

1) Vorurteile der anderen, jeder Alleinerziehende kennt sie und es geht so schnell...

Leider darf man heutzutage nicht mehr zu laut sagen, wenn man sich dafür entscheidet, noch etwas länger beim Kind zu bleiben und dafür z.B. eventuell auch Amtsgelder in Anspruch nehmen zu müssen.

 Man hat das Gefühl, grundsätzlich verurteilt zu werden sobald man äußert "ich bleibe noch ein Jahr bei meinem Kind und nehme dafür staatliche Hilfe in Kauf."

Ich finde, gerade was Soloelternteile betrifft, sollte niemand mit seinem Urteil darüber zu schnell sein. Von uns wird mittlerweile fast automatisch erwartet, Vollzeit arbeiten zu gehen, gleichzeitig einen perfekten Haushalt zu haben und eine tolle, ausgeruhte, gut aussehende, stets glückliche Mutter (oder natürlich auch Vater) zu sein. Doch wie soll man diesen Spagat schaffen, wenn einerseits erwartet wird, unabhängig von finanzieller Unterstützung zu leben und andererseits verurteilt wird, wer sein Kind zu früh, zu lange oder zu unkonstant, zb. wegen Schichtdienst, abgibt?

Und andere Möglichkeiten als diese beiden gibt es nicht. Es sei denn der Kinds Vater ist steinreich und hat Spendierhosen an. Womit ich persönlich sicher auch nicht ruhig und zufrieden leben könnte, so auf der Tasche meines Exs.

Dieses Aburteilen geht heute in Hartz 4 Zeiten einfach zu schnell. Da spielt es keine Rolle, ob man vorher 10 Jahre lang Vollzeit durchgearbeitet hat...wer Hartz 4 braucht, hat automatisch für viele den bekannten "Assi-Status." Da spielt die individuelle Geschichte absolut keine Rolle.

Genauso schnell ging das zumindest bei mir auch mit Vorurteilen und Meinungsbildung den Vater meiner Tochter betreffend.
"Nimm dem Armen doch sein Kind nicht weg..." ohne auch nur den Hauch einer Ahnung, was "der Arme" so getan hatte im Vorfeld, war das Harmloseste.

Da hilft nur, sich zu üben im "Hier-rein-da-raus".

Spruch-des-Tages.org
Leider schüren Serien wie zum Beispiel Alleinerziehend - ein 24 Stunden Job (natürlich kommt der Mist auf RTL2...) völlig falsche Vorurteile in den Menschen. Ich war so sauer als ich mir das angeguckt habe. Ich glaube, die haben mit Absicht einige der hilflosen Fälle ausgesucht und deren Probleme dramatisch aufgebauscht. Ich bin in einem Forum für Solomamas und Solopapas unterwegs und dort hat sich wirklich jeder über die falsche Darstellungsweise in dieser Serie schrecklich aufgeregt. Einige wurden von RTL2 gefragt, ob sie mitwirken wollen, jeder vernünftig denkende Mensch hat das aber abgelehnt.

Bei Interesse lies doch einmal diesen Artikel aus dem Blog "mutterseelenalleinerziehend" dazu. Oder auch den Beitrag, den "die Welt" dazu geschrieben hat. 

Unglaublich. 

2) Meine persönliche Lösung habe ich gefunden...

Ich denke für jedes Kind und jede Single Mutter (...Vater...) gibt es eine gute Lösung, mit der beide glücklich sein können. Ich habe lange nach dieser Möglichkeit gesucht und dafür einige Abstriche gemacht. Ich arbeite im Moment nur noch entfernt in meinem erlernten Beruf und auch nur 30 Stunden die Woche. In meinem alten Beruf, in dem ich hätte Schichtdienste machen müssen, was in meinen Augen mit einem Kleinkind nicht möglich ist, ohne dass jemand darunter leidet, habe ich trotz intensivem Suchen mit diesen Rahmenbedingungen keine Chance gehabt. 

So gehen wir um sieben aus dem Haus, ich bringe meine Kleine zur Tagesmutter, fange um acht an zu arbeiten und nach meinem Feierabend und zwei hole ich sie dort ab . Klar könnte ich mehr Geld haben, Geld ist immer gut, aber mir ist es sehr viel wichtiger, Zeit mit meiner Räuberin zu verbringen und wir kommen finanziell einigermaßen zurecht. 

Sicher, später wird sie mehr Ansprüche haben, das ist mir sonnenklar! Aber mit ihrem zunehmendem Alter werde ich ja auch wieder mehr arbeiten können. Ich denke, wir sind beide glücklich so wie es ist und ich denke auch es ist sehr wichtig, sich frühzeitig ein soziales Umfeld zu schaffen, auf das man im Notfall zurückgreifen kann. Ich bin froh das sie so tolle Großeltern hat und ich so tolle Freunde habe, die zu ihrem Umfeld gehören und die mir auch zwischendurch einmal eine Auszeit ermöglichen.

Für mich ist die Glücks Rangfolge eben so:

- Glückliches Kind
- Glückliche Mama
- Arbeit
- Alles andere

Wie ist deine?

3) Abschließende Worte :-)

Die meisten Soloelternteile die ich kenne, sind glücklich und häufig auch froh, ihre oft hoffnungslose Partnerschaft hinter sich gelassen zu haben. Sie stehen erfolgreich im Beruf, sind zufriedene Menschen, stehen voll hinter ihrer Verantwortung und ziehen tolle Kinder heranIch kenne auch kaum Soloelternteile, die wie so oft gesagt wird dem anderen Elternteil dem Umgang zum Kind verwehren wollen. Im Gegenteil, bei den allermeisten der mir bekannten Fälle ist es so, dass der andere Elternteil diese Verantwortung nicht wahrnehmen möchte und auch finanziell nur das Notwendigste zahlen möchte. Ich kann diese Elternteile absolut nicht verstehen, denn schließlich ist es ihr eigen Fleisch und Blut, welches sie da so gleichgültig abservieren.

Wir sollten vielleicht alle etwas toleranter werden und uns nicht von Klischees und falschen Darstellungsweisen beeindrucken lassen. Und mehr auf unser Herz hören und auf das, was es uns sagen will.

Glücklich sein als Solomama oder Papa ist wohl also eine gelungene Mischung aus allen lebensrelevanten Gebieten. Bist du ein Karrieretyp? Gut, dann schau, dass dein Kind eine tolle Betreuung hat und dass du deinen Kram organisiert bekommst.
Du willst sooo gerne noch bei deinem Kind bleiben, aber alle sagen "du musst doch wieder arbeiten"? Scheiß auf die anderen!

Gerade als Alleinerziehender ist es sowieso unabdinglich, sich andere Meinungen, die ja jeder Hinz und Kunz meint, äußern zu müssen, nicht mehr so zu Herzen zu nehmen, wenn man wirklich glücklich sein möchte. Und ja, wir DÜRFEN glücklich sein. Warum denn bitte auch nicht? 




Mittwoch, 12. August 2015

Wie ich meinen Haushalt perfekt organisiere, ganz ohne Streß

Ich habe mittlerweile meinen Weg gefunden, mich mit dem Haushalt nicht mehr so zu stressen. Hier kommt für euch meine Haushalts Trickkiste ;-)

  1. Ich vermeide feste Tage. Ein fester Wasch- oder Putztag mag zwar Vorteile haben, am Ende blickt man dann aber doch meistens dem Tag mit Grauen entgegen, weil so viel erledigt werden muss und sowieso ja wieder etwas dazwischen gekommen ist, das kennt ihr sicher, oder?
  2. Ich überwinde jederzeit meinen inneren Schweinehund. Was gemacht werden muss mach ich sofort und schiebe es nicht lange raus. Wenn ich zb. sehe, dass dieses Fach im Kühlschrank schmutzig geworden ist, denke ich mir nicht: "das muss ich heute Abend erledigen", sondern mache es SOFORT. Meistens fallen so nur Kleinigkeiten an und mal ehrlich, das schafft man auch mit Kind! Am Anfang im Tragetuch oder auf der Krabbeldecke immer in der Nähe und später so:
  3. Ich zeige meiner Tochter, dass der Haushalt erledigt werden muss und dass ich mir dafür gerade etwas Zeit nehme. Ich lasse sie mithelfen, damit sie sich nicht ausgeschlossen fühlt! Zum Beispiel kriegt sie einfach ein Lappen, wenn ich putze, lasse sie an der Spüle plantschen, wenn ich das Geschirr gerade in die Spülmaschine räume, gebe ihr ein paar kleine Töpfe und/oder Kochlöffel wenn ich koche, wenn ich Wäsche aufhänge, kann sie mir die Teile angeben oder beim Waschen in die Maschine räumen und sie hat dabei ohne Ende Spaß. Sie freut sich, wenn sie das Gefühl hat, mir helfen zu können. Ich räume abends mit ihr gemeinsam auf. Natürlich ist das am Anfang für mein Kleinkind alles nur Spaß, aber sie lernt auf Dauer etwas durchaus Sinnvolles dabei, nämlich, dass Arbeit erledigt werden muss und dass Ordnung wichtig ist. Mittlerweile ist sie anderthalb und redet schon recht viel. Ich sage ihr, dass ich kurz etwas arbeiten muss und frage sie, ob sie mir helfen möchte und mittlerweile ist ihr das meistens zu langweilig und sie zieht das Spielen dem Helfen vor...Ein toller Fang war mein Learning Tower. Da können die Kleinen, sobald sie sicher stehen können, drinstehen und sind in gleicher Höhe wie man selbst. Hier ist eine super Anleitung zum Nachbauen. Selbst ich mit meinen zwei linken Händen bei handwerklichen Sachen habe es völlig alleine geschafft!

    So sieht das Ding aus!
  4. Wer keinen Wäschetrockner hat, hängt am besten die Wäsche sofort nach dem Waschen gründlich auf. Das erspart bügeln und verhindert unnötige Falten. Man muss wirklich heutzutage sowieso seine Zeit kaum noch oder gar nicht mehr ans Bügeln verschwenden, finde ich. Außer natürlich es macht einem Spaß, was bei mir jedoch absolut nicht der Fall ist. 
  5. Kochen. Ich koche für mehrere Tage. Wenn es Nudeln mit Bolognese gab, mache ich am nächsten Tag Bratnudeln oder Nudelsalat. 
  6. Einkaufen. Ich kaufe grundsätzlich nicht mehr ein, wenn ich gerade Hunger habe. Außerdem kaufe ich konsequent nur das, was auf meiner Einkaufsliste steht. Einmal in der Woche wird ein Essensplan gemacht. Spart Geld und Nerven.
  7. Kisten, Kartons und andere Aufbewahrungsbehälter, schön beschriftet, helfen unheimlich, das Chaos im Überblick zu behalten! 
  8. Die größeren, seltener anfallenden Arbeiten wie Fenster putzen und so sind das Einzige, was ich mache, wenn die Kleine gerade schläft. Ansonsten ist ihre Schlafenszeit knallhart meine Relaxzeit.
Ich schätze, dass ich so völlig ohne Streß und Druck vielleicht jeden Tag HÖCHSTENS eine halbe Stunde mit dem Ganzen beschäftigt bin. Und hier sieht es wirklich jederzeit so aus, dass man jemanden reinlassen kann. Egal wen. Es ist immer sauber, gemütlich und ordentlich.
Verratet mir doch auch eure Tricks der perfekten und streßfreien Haushaltsführung wenn ihr mögt! Das würde mich sehr freuen!