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Mittwoch, 15. Juni 2016

Ich habe ein Update die Liebe betreffend zu machen :-)

Schon Anfang letzten Jahres habe ich durch einen Zufall einen Mann kennen gelernt. Wir standen uns zufällig in einem Bücherladen gegenüber und kamen ins Gespräch, am Ende tauschten wir dann Telefonnummern aus.

Ich stellte schnell fest, dass man mit ihm ganz erstaunlich gut reden konnte, wir schrieben und telefonierten oft. Ich hatte recht schnell schon das seltene Gefühl von Seelenverwandtschaft...gleiche Vorstellungen, ähnliche Interessen, es gab immer sooo viel zu quatschen...

Wir haben uns auch einige Male getroffen, irgendwie aber nie an etwas anderes als platonische Freundschaft gedacht. Ich war auch innerlich noch völlig eingenommen vom Papa meiner Prinzessin und absolut nicht geneigt, etwas Neues in Erwägung zu ziehen, vielleicht lag es daran. Und auch sonst gab es einige chaotische Irrungen und Wirrungen beiderseits...Wir waren wirklich völlig auf einer Welle, aber ich war nicht wirklich sein und er war eigentlich nicht mein Typ :-)


Im Prinzip verging so das ganze Jahr 2015. Wir sprachen wirklich über alles und jeden, auch oft über die Liebe und wie wir uns diese vorstellten, doch ich war immer sicher, dass der Funke fehlte und dass der auch nicht mehr überspringen würde.

Er hatte mittlerweile durch unsere Treffen auch meine Kleine kennen gelernt, bei den Beiden war es hingegen Liebe auf den ersten Blick. Ich habe noch nie zuvor...und auch danach nie wieder...erlebt, dass sie einem unbekannten Menschen sofort freudestrahlend in die Arme lief. Sie ist ansonsten Fremden gegenüber eher zurückhaltend, doch bei ihm war es anders.

Irgendwann Ende des Jahres entschieden wir ziemlich spontan, zusammen auf den Weihnachtsmarkt zu fahren. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten fuhr er an diesem Tag mit dem Zug, vielleicht ein Zeichen dass auch sonst irgendwie alles anders war...denn das war es für mich. Es war offener, entspannter, wärmer...ich nahm nur eine leichte Veränderung wahr, worüber wir sogar noch sprachen, mass dem aber noch keine allzu große Bedeutung zu.

Wir trafen uns trotzdem kurz danach...alleine...wieder. Das war glaube ich der Tag, wo ich begann zu registrieren, dass sich etwas verändert hatte an meinen Gefühlen. Wann es bei ihm begann, weiß ich gar nicht so genau!

Bald erneutes Treffen, der erste Kuss, ich war wie auf Wolken, alles stimmte plötzlich und war sonnenklar, jedes Bauchgefühl sagte dazu auch ja und fragte mich, warum ich das Naheliegendste nie gesehen hatte :-)


Das mit uns geht jetzt seit vier Monaten und es geht sehr gut. Es gab schon einige Auf und Abs, es ist nicht so einfach, wenn man sich aufgrund räumlicher Entfernung meistens nur an den Wochenenden sehen kann und dazu noch mein Job als alleinerziehende Mutter kommt, die nicht mal eben die Möglichkeit hat, sich alleine treffen zu können...da ist halt so gut wie immer mein kleiner Wirbelwind dabei. Mit diesem Umstand und damit, dass Zeit ein absolut unbezahlbar kostbares Gut ist, kommt er wirklich gut zurecht. Er selbst hat (noch?) keine Kinder und ich finde es immer wieder erstaunlich, wie er mit dem Chaosalltag, der hier mit einem Kleinkind halt herrscht, ruhig und gelassen umgeht und zusehens immer besser und geübter darin wird :-) Das zeigt mir auch dass wir ihm wirklich wichtig sind.

Auch gelegentliche Launen und Zweifel meinerseits wischt er meistens gleich wieder vom Tisch...ich komme gar nicht dazu, sie groß aufkommen zu lassen!! Er lässt mich auch so wie ich bin ohne da groß was verdrehen zu wollen...sogar wenn ich, durch den Alltag oder was sonst eben so alles bei einer Fernbeziehung dazwischen kommt, wieder mal völlig überzogen genervt reagiere, sagt er noch “war doch gar nix“ :-)

Mir war es auch sehr wichtig, keine erneute Pleite zu erleben und es langsam angehen zu lassen und ich finde es toll, dass er mir jegliche Zeit und jeden Freiraum lässt, den ich brauche. Ich habe wirklich das Gefühl, er könnte der (zweite) Richtige sein. Auch wird es mit der Zeit immer nur noch besser und schöner, auch die Räuberprinzessin scheint das so zu empfinden...das ist ein richtig gutes Zeichen.

Es scheint, 2016 ist mein Jahr. So soll es sein so kann es bleiben...!


Freitag, 15. Januar 2016

Der Vater meiner Tochter und warum es mit uns nicht geklappt hat

Der Vater meiner Tochter ist ein guter Kerl. Leider hat es nur mit unserer Beziehung trotzdem nicht funktioniert. Darum habe ich ihn verlassen, was mir sehr weh tat. 

Ok hier kommt nun ein Post, der schon ewig ein Entwurf ist, mir aber immer einen Tacken zu persönlich war. Nun habe ich mich doch dazu entschieden. Erstens kann der Angesprochene ihn dann auch gleich lesen und zweitens bin ich nun schon sooo oft gefragt worden, was mit dem Papa meiner Kleinen sei. Ihr braucht aber gar nicht auf Angriffe oder Rosenkrieg zu hoffen (ja, es gibt Menschen, die auf sowas hoffen...), das werdet ihr hier nicht finden.

Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, mich nach der Pleite mit meinem Ex aufs Neue komplett unglücklich wegen einem Mann zu machen. Und es HÄTTE mich komplett unglücklich gemacht, mit ihm zusammen zu bleiben. Natürlich habe ich vorher einiges, nein ich korrigiere: Nicht nur einiges, sondern ALLES, versucht, um unsere Beziehung zu retten, alleine da er ja der Vater meiner Kleinen ist und ich selbstverständlich gerne eine Familie, wie man sie sich ja eigentlich vorstellt, gehabt hätte.

Trotzdem war meine Entscheidung am Ende völlig richtig und unausweichlich und ich bin, nach langem inneren Kampf, vielen Zweifeln und immer wiederkehrenden Auf und Abs mittlerweile ganz im Reinen damit. 


Warum musste ich ihn denn verlassen?

Leider leidet er unter Depressionen mit manischen Episoden oder einer chronischen Schizophrenie, welche schubweise ungefähr alle drei Monate auftritt. Dies habe ich erst später, da war ich schon im achten Monat schwanger, überhaupt erst herausbekommen (bzw. angefangen etwas zu ahnen...), denn psychische Erkrankungen sind ganz allgemein sehr schwer zu durchschauen und man denkt nun wirklich nicht gleich an so etwas. Vor allem weil er wirklich ein intelligenter Mann ist, der mit seinem Leben gut klar zu kommen schien, als ich ihn kennen lernte. 

In diesen ein paar Tage andauernden akut wahnhaften Phasen will er auf jeden Fall immer sein ganzes Leben hinschmeißen, erzählt verrückte Dinge, hat Verfolgungsideen und hört Stimmen. Nach ein paar Tagen ist es wie weggeblasen...dann wird er, mal ein paar Tage lang, mal über Wochen hinweg, antriebslos, müde und gleichgültig. Er will dann auch meistens nichts mehr mit mir oder seiner Tochter zu tun haben und sagt, er wolle uns nie wieder sehen. Und ich bin dann anscheinend für ihn immer das Böse in Person. Meistens ist er in diesen Phasen einfach so ein paar Tage oder auch manchmal mehr als eine Woche abgehauen, ohne dass ich wusste wo er war. 

Ich konnte es einfach nicht mehr, es hat mich komplett runter gezogen, das war auch nicht gut für meine Kleine. Sie braucht eine glückliche Mama und keine, die ständig traurig ist. 

Diese Phasen (ich nenne es für mich so...) habe ich mehrmals mitgemacht, inklusive Hoffnung, Glaube an Besserung, Versprechungen seinerseits und der Erkenntnis, dass alles am Ende wieder genauso war wie vorher. Es war auch ein harter Weg für mich, einzusehen, dass ich ihm nicht helfen konnte, weder mit Verständnis, noch mit Liebe, noch mit Versuchen, ihn zu einer Therapie zu überreden.

Denn Hilfe muss man wollen und annehmen. Solange man nicht selber erkennt, dass man etwas verändern möchte, und dafür bereit ist, die nötigen Schritte zu gehen, bringt alles Reden von außen rein gar nichts.

Über die ganze Wut, Verzweiflung, Traurigkeit und auch stellenweise einfach Resignation, die das für mich alles mit sich zog, will ich gar nicht weiter reden.


Trotzdem hatte er einfach mein Herz berührt. 

Er war der zweite Mann, der das geschafft hat. Nicht unbedingt weil er meine zweite große Liebe war, sondern einfach, weil uns ja dieses wunderbare kleine Mädchen verbindet. Auch heute noch verzeihe ich ihm jedes böse Wort, jede neue Phase, jedes neue Versprechen was er dann nicht einhält. Nur schaffe ich es, ihn nicht zu nah an uns heranzulassen, denn das würde uns nur wieder verletzen.


Gerade die Kleine...

Sie ist jetzt fast zwei...es geht einfach nicht, dass er verspricht zu kommen, sie sich freut und er kurz vorher wieder absagt. Wir haben jetzt die Vereinbarung, dass er sie sehen kann, wenn er eine Kontinuität einhalten kann. Egal ob alle zwei Wochen oder alle zwei Monate. Nach einem Jahr hat er nun vor Kurzem erstmals diese Absprache für sich genutzt und sie gesehen. Er möchte das nun alle vier Monate wiederholen.


Es ist sehr schwierig für mich, mit ihm umzugehen, denn alles was ich mache, kann falsch sein...

...z.B. hat er mein Umrühren in meinem Kaffee, wobei ich ihn angelächelt habe, so gedeutet, dass ich etwas Schlimmes gegen ihn im Schilde führe. Ich selber kann mich nicht mal mehr an die Situation erinnern, aber in diesem Wahn ist darüber nicht mit ihm zu reden. Bringt einfach nichts.

Ich konnte mit den Hochphasen, so schlimm sie auch waren,trotzdem immer besser umgehen, als mit dieser danach folgenden Antriebslosigkeit. Es ist sehr anstrengend, wenn man ein kleines Kind hat und sich gleichzeitig ständig um den Mann kümmern muss. Ich habe mich oft gefühlt wie eine Therapeutin, die ich auf gar keinen Fall sein wollte. Und es ist einfach auch so, dass es einen selber mit runterzieht. Er war oft nicht mehr dazu in der Lage, z.B. einen Teller in die Spülmaschine zu räumen...oder überhaupt aus dem Bett aufzustehen. Gespräche, ganz normale? Unmöglich.


Ich hoffe trotz allem immer noch!!

Vielleicht kriegt er es mit Hilfe seiner bald beginnenden Gesprächstherapie (wenn er die überhaupt wirklich beginnt, denn das zweifelt er auch ständig an und es ist auch nicht der erste Anlauf...) irgendwie noch hin. Es wäre sehr schön, wenn er wirklich meiner Kleinen ein Vater werden könnte. Aber dazu muss sich einfach einiges verändern. Auch und gerade unsere Tochter kann nicht damit leben, wenn ihr Vater alle paar Monate eine Krise bekommt und danach auch noch für Tage nur im Bett liegt und ein Pflegefall ist. Zumindest sehe ich das so.

Mir ist auch völlig klar, dass ich mir keine großen Hoffnungen machen brauche. Trotzdem: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Und am Ende ist es eine Krankheit und wenn er möchte, kann sie vielleicht behandelt werden. Und wenn er diesen sicherlich schweren Schritt macht, werden wir für ihn da sein. Egal was war. Ich weiß dass er nur gemein wird, wenn er nicht er selbst ist.


Noch ein kleiner Blick auf die Situation psychisch erkrankter Menschen

Ich finde es ist eine Katastrophe, dass Menschen, die in psychischer Not sind, so unheimlich lange auf einen Therapieplatz warten müssen.

Das Hauptproblem vom Vater meiner Kleinen ist z.B. einfach, dass er nicht in der Lage ist, sich Ärzten gegenüber klar und deutlich auszudrücken, weswegen er ständig falsch verstanden wird. Er ist einfach eher ein stiller Typ. Es hat ihn auch noch nie jemand dabei unterstützt, seine Meinung zu vertreten und Selbstbewusstsein aufzubauen. Im Gegenteil, seine Familie steht ihm auf diesem Weg null bei und vermitteln ihm lieber, dass er es eh nicht schaffen kann.

Wie soll er sich da alleine einer Therapie stellen, die ihm Hilfe bringen würde?

Es ist meiner Meinung nach wirklich sehr traurig, wie schlecht man hier als Mensch mit einer psychischen Erkrankung Hilfe bekommt. Und wenn man dann Hilfe hat, kann es sehr gut sein, dass man von der gar nichts zu erwarten braucht. Es gleicht fast einer Nadel im Heuhaufen, einen wirklich guten Therapeuten zu finden. Diesen Eindruck habe ich nach vielen Jahren in meinem Job und einigen privaten Erfahrungen gewonnen.

Wenn man nicht für seine Interessen kämpfen kann und niemanden hat, der sich für einen einsetzt (was wirklich leider bei vielen psychisch Erkrankten der Fall ist, die durch ihre Probleme völlig isoliert sind), ist man der Willkür anderer Menschen ausgeliefert. Leider scheinen viele zu vergessen, dass es sich ebenso wie bei einer körperlichen Krankheit um eine wirkliche Erkrankung handelt. Nur in diesem Fall eben um eine Erkrankung der Seele.

Davor ist keiner lebenslang sicher, ebensowenig wie vor Diabetes, Krebs oder anderen Erkrankungen. Es wird Zeit, dass wir mehr Toleranz aufbringen und offener werden für Krankheiten, die man nicht sehen kann!


Was ich abschließend darüber denke:

Wir haben ein Jahr zusammen gewohnt, davon waren neun Monate Schwangerschaft,  und bis auf diese Krisen und seine mangelnde Mithilfe im Haushalt (reicht ja eigentlich auch völlig aus...) haben wir auch sehr viele schöne Momente miteinander gehabt. Er hat eben auch sehr viele gute Seiten, er ist humorvoll, sensibel, sportlich, gutaussehend, intelligent...ich wünsche ihm wirklich nur das Beste. Auch wenn da von meiner Seite aus keine Gefühle mehr vorhanden sind. Eine Beziehung wird es nie wieder geben. Dazu ist viel zu viel passiert,

Ich bin bereit, ihn auch weiterhin auf seinem Weg zu unterstützen und ihm jederzeit eine Freundin zu sein. Auch möchte ich, dass er der bestmöglichste Vater für meine Tochter ist, der er eben sein kann. Ich werde jederzeit dafür kämpfen, dass meine Tochter ihren Papa in irgendeiner Form beim Aufwachsen an ihrer Seite hat und ich werde niemals aus persönlichen Gefühlen ihm gegenüber diesen Kontakt unterbinden oder einschränken. Ich möchte, dass meine Tochter ihre Wurzeln kennt. Und weiß, dass ihr Papa sie lieb hat...denn das hat er!!







Sonntag, 27. Dezember 2015

Das Sprachtalent meiner kleinen Prinzessin...ja, ich muss auch mal angeben :-)

Bevor ich nun beginne: Humorlose Mütter, die einer anderen das kleinste Stückchen Stolz nicht gönnen, sollten lieber nicht weiterlesen. Auch ich bin Mutter und ich bin, wie jede andere Mutter auch, einfach stolz auf meinen Sonnenschein, egal was sie macht. Und das möchte ich einfach gerne teilen. Auf Kommentare wie "Aber meiner konnte...", "Aber das ist doch nichts Besonderes...", "Damit muss man doch nicht so angeben..." kann ich gerne verzichten. Ich weiß, dass jedes Kind individuell ist und dass jedes Kind andere Stärken hat und das ist auch total gut so!!

So, hier kommt mein ganzer Mutterstolz:


Die Oberfläche der App
Meine Kleine zeigte schon relativ früh, dass sie gerne spricht und unheimlich schnell dazulernt. Unglaublicherweise habe ich das erste Wort und wann sie es gesagt hat nicht aufgeschrieben, wo ich doch sonst jeden Scheiß dokumentiert habe. (Kleine Anmerkung: Ich benutze zum Dokumentieren auf allen Geräten "Baby Connect". Da kann man wirklich jeden Scheiß dokumentieren, von Gewichts- und Wachstumskurven über den ersten Zahn bis hin zu den Meilensteinen. Auch Tagebuch schreiben und Fotos einfügen geht. Synchronisiert sich mit allen Geräten und es können auch Partner, Geschwister, Tagesmutter oder andere Bezugspersonen nach dem Login Daten synchronisieren. Ich finde es einfach toll!)

Zurück zum Thema! Die ersten Worte kamen also eher schleichend und am Anfang war es eher Gebrabbel,aus dem sich nach und nach die ersten Wörter
herauskristallisierten.Da muss sie etwa sechs Monate alt gewesen sein. 

Das erste richtige bewusste Wort war auf jeden Fall BALL. Passend zu ihrer Vorliebe für alle runden, rollbaren Gegenstände. Dann kamen im nächsten halben Jahr einfach irgendwie schleichend immer mehr Wörter hinzu. Als sie gerade eins war, zählte sie auf einmal bis zehn...und nein, ich habe sie NICHT damit getriezt und ihr das krampfhaft beigebracht, weil ich sie unbedingt fördern wollte!

Nach einem Jahr habe ich begonnen, die Wörter zu zählen und aufzuschreiben. Da waren es schon über 200 und ich habe sicher so einige vergessen.
Mittlerweile ist sie ja fast zwei und redet in Sätzen, singt komplette Lieder mit mehreren Strophen...es ist Wahnsinn! Da bin ich wirklich stolz auf sie! Sie kann, passend zur aktuellen Zeit, "In der Weihnachtsbäckerei" singen und weiß die ersten drei Strophen besser als ich :-) Fallsihr euch den Ohrwurm nochmal geben wollt, bitte schön:


Was für mich das absolut Faszinierende dabei ist:


Es ist nicht nur so, dass sie die Wörter nachbrabbelt, sie erkennt auch die Bedeutung dahinter. Wenn sie zb. bis zehn...mittlerweile bis 20...zählt, macht sie das oft anhand von Gegenständen, die sie dann aneinanderreiht. Das ist wirklich der Wahnsinn.

Sie kommentiert wirklich alles und versucht jedes Wort nachzusprechen dass sie hört. Es ist sooo süß, wie sie sich dabei sichtlich Mühe gibt, die Wörter auch korrekt auszusprechen. Da probiert sie rum bis sie es geschafft hat und dann ist sie megastolz :-)

"Alle Aufstehen!"


Mittlerweile kommen wir da in einige lustige Situationen, wie zum Beispiel in der Kirche (WENN wir da mal hingehen, aber sie liebt es so!): Der Pfarrer bat die Gemeinde, sich zu erheben um zu beten und während alle aufstanden und es natürlich völlig leise war ansonsten, sagte sie laut, begeistert und so, dass es wirklich jeder hören konnte: "Alle aufstehen!" :-D
Und nach jedem gesungenen Lied klatscht sie begeistert und ruft "nochmaaaaal!"

Ich finde das wirklich toll und ich habe von Anfang an immer gesagt,dass ich es favorisieren würde, wenn sie früh spricht und spät läuft. Wobei ich nicht wirklich an dieses Klischee glaube. Aber bei uns stimmte es, sie lief erst mit 16 Monaten! Ich habe mir deswegen aber nie einen Kopf gemacht und ihr da voll vertraut, denn es passt auch zu ihrem Charakter, dass sie Sachen erst tut, wenn sie wirklich weiß, dass sie es schafft. Sie ist sehr bedächtig, das hat sie eindeutig von ihrem Vater, denn ich bin ja eher der spontan-Typ! Darum passt auch das mit dem Laufen so gut: Es ist einfach nicht ihr Ding, tausendmal hinzufallen.Sie wartet, bis ihr irgendetwas in ihr sagt "So, jetzt schaffst du das ohne Probleme!"


Sehr angesagt bei meiner Räuberprinzessin ist auch das Singen...


Sie ist mittlerweile wirklich eine kleine Persönlichkeit, mit der man fast schon wirkliche Unterhaltungen führen kann.Total süß ist auch das mit dem Singen. Ich selber mache ja Musik (spiele Klavier seit ich neun bin) und ich finde es wirklich beeindruckend, dass man schon Melodie und Rhythmus bei ihrem Gesang erkennen kann!

Hier findet man die Alben von ihr!
Vor allem La LeLu hat es ihr angetan, aber auch die ganzen tollen Lieder von "die 30 besten..." (Da gibt es die 30 besten Spiel- und Bewegungslieder, die 30 besten Partylieder, die 30 besten Lieder für den Herbst etc...gesungen von Simone Sommerland und in meinen Augen äußerst gut zu ertragen, auch für die Eltern!) Ganz besonders süß ist es auch, wenn sie für ihre Stofftiere singt. Puppen findet sie nämlich ziemlich doof, da müssen die Kuscheltiere stattdessen herhalten, bin mal gespannt, ob das mit den Puppen noch kommt!

Auch "meins" und "deins" ist im Moment ganz aktuell. Und sie sagt ganz klar, was ihr alles gehört.Vor allem anderen Kindern gegenüber will sie ihren Besitz momentan klar abgrenzen. Auch lustig ist es immer im Bus, mit dem wir viel unterwegs sind. Jede Bushaltestelle wird nachgesprochen. Die Leute, die mitfahren, finden sie immer unheimlich toll. Letztens sagte mein Vater zu ihr "wir fahren jetzt nach Hause." Man muss dazu sagen, dass er ein Auto hat und meine Eltern in einer anderen Stadt wohnen, Allerdings nicht weit entfernt. Da guckt sie ihn an und sagt "Opa nach Wuppertal fahren" . 

Da muss man wirklich mal überlegen, was sie da in ihrem kleinen Kopf schon kombiniert hat. Ich finde das jedes Mal total faszinierend. Die Sprache wirkt oft völlig "neu und frisch und bunt", wie schon PUR in dem Lied "Schneckenfreund" gesungen haben! (Mittlerweile stehe ich voll dazu, dass ich die gerne höre!)


Übrigens war ich als Kleinkind auch sehr früh mit dem Sprechen dran, und jetzt kommt der typische Spruch: "Sie kommt wohl nach Mama" ;-)


Dienstag, 11. August 2015

Die Liebe

Die Liebe ist nicht mein bester Freund. Bisher hatte ich drei länger andauernde Beziehungen. Ich erzähle mal ein bißchen davon!

Der erste der drei, meine absolut erste große Liebe, starb leider sehr früh in Folge einer Unterzuckerung. Er war mein absoluter Traummann und hatte alles, was man sich als Frau nur wünschen kann: Er machte mir Komplimente, liebte mich so wie ich war, völlig bedingungslos, kritisierte nie an mir herum und war immer liebevoll und einfühlsam. Dazu witzig, fast immer fröhlich, intelligent...
Er machte auch nur Faxen :-)
Zum Beispiel gingen wir durch die Stadt und er rief “bitte alle Platz machen für Sissi, die Kaiserin von Österreich!“

Er malte mir immer schöne Bilder,  Beispiel ein Hund ein Haus und ein paar Kinder und darunter schrieb er "wir in ein paar Jahren" oder "widmete" mir Lieder...
Er war sechs Jahre älter als ich und war zuvor lange in einer festen Beziehung zu einer anderen Frau gewesen. Diese verließ er nun für mich. Er arbeitete auch im sozialen Bereich und hörte Punkrock. Da ich mich zu dieser Musik ja sowieso schon hingezogen fühlte, hingen wir in der Punkerszene ab.
Leider lernte ich ihn in der Zeit meiner Drogenexperimente, da war ich gerade 16, kennen und da auch er selbst Probleme mit einigen Substanzen hatte, vor allem mit dem Alkohol, stand die Beziehung unter keinem guten Stern und war schon alleine der Umstände wegen zum Scheitern verurteilt.

Falsche Zeit, falscher Ort...

Wir waren fünf Jahre zusammen. Ich wünsche mir heute so sehr, dass wir es geschafft hätten und heute immer noch zusammen glücklich wären!

Eines schrecklichen Abends war er auf einer Party und hatte viel zu viel getrunken. Er war Diabetiker Typ zwei und hatte oft aufgrund des häufigen Substanzmissbrauchs Probleme, regelmäßig und zuverlässig sein Insulin zu spritzen. An diesem Abend vergaß das völlig und starb im Schlaf an Unterzuckerung.

Diese Erfahrung möchte ich nicht noch einmal machen. Es war mit das Schlimmste, was mir im Leben je passiert ist. Schlimm war auch, dass andere mir die Schuld an seinem Tod gaben. Ohne mich wäre er nie so abgestürzt und so. Lange Zeit habe ich das auch selbst geglaubt. Mittlerweile weiß ich, dass es ohne mich wohl auch so oder ähnlich gekommen wäre.

Sie wollten mich auch nicht auf seiner Beerdigung sehen. Ich war natürlich trotzdem da. Mit meinem Bruder, die beiden waren auch dicke Freunde und meinen Bruder hat sein Tod ebenfalls sehr mitgenommen.

Ich denke noch heute, 13 Jahre später, jeden Tag an ihn und vermisse ihn schrecklich.



Dann kam meine zweite Liebe. Naja Liebe kann man das wohl nicht nennen. Eher Fehler. Er war Handwerker, stand erfolgreich im Beruf, sah gut aus, war aber ein totaler Arsch.
Er liebte mich nicht wirklich und kritisierte permanent an mir herum. Ich sollte mich doch schicker anziehen, anders reden, im Bett sei er mir vom Niveau her um Längen voraus, und so weiter und so fort. Er war absolut selbstverliebt und arrogant. Ich war aber völlig blind vor Verliebtheit.

Irgendwann bat er mich, einen Kredit für ihn aufzunehmen, da er selbst keine reine SCHUFA hatte. Dumm wie ich war, tat ich ihm diesen Gefallen, damit wir uns ein Auto leisten konnten. Natürlich war ihm ein günstiger Gebrauchtwagen zu unattraktiv, nein, es musste eine nagelneue schicke Karre sein!

Wie kann man nur so dumm sein. Daraus hab ich fürs Leben gelernt! Niemals für einen anderen Menschen Schulden riskieren, vor allem nicht für den Partner. Liebe kann schneller vorbei sein, als man gucken kann...
Auch die Miete zahlte ich meistens, obwohl er zwischenzeitlich besser verdiente als ich.

Davon, dass er permanent andere Frauen anguckte, brauchen wir gar nicht weiter reden. Er meinte immer, ich würde mir das einbilden. Aber im Nachhinein hatte mal wieder mein Bauchgefühl völlig recht!
Irgendwann kam es wie es kommen musste und er ging mir fremd. Besoffen, mit einerTussi, über die er vorher immer nur hergezogen hatte...
Kein Wunder, denn bei uns lief sowieso nicht viel im Bett. 
Ich war ja angeblich zu schlecht für ihn :-D

Trotzdem, was ich heute überhaupt nicht mehr verstehe, hielt unsere Beziehung sieben Jahre. 
Am Ende hatten sich ohne Ende Schulden angehäuft. Dies erfuhr ich erst mal überhaupt nicht (er war nicht gerade das was man einen ehrlichen und aufrichtigen Menschen nennt...), bis ich hinterher Post bekam, dass ich nun Schulden in der Höhe eines Kleinwagens hatte. Glücklicherweise konnte ich das später regeln, war aber ein harter Kampf.

Er hat dann per SMS (eine Nachricht nach so vielen Jahren, so ein Arsch!) mit mir wegen einer anderen Schluss gemacht. Ebenfalls eine die ich kannte und über die er vorher immer übelst gelästert hatte..aber wahrscheinlich war sie seinem...Ironie an...Niveau im Bett...Ironie aus... eher gewachsen!
Mittlerweile bin ich sehr froh. dass es so gekommen ist! Ich habe, während ich drinsteckte, überhaupt nicht gemerkt, dass mir diese Beziehung absolut nicht gut tat. Es hat mich total kaputt gemacht, im Grunde und wenn ich tief in mich reingehorcht habe zu wissen, dass er mich nicht wirklich und aufrichtig liebt...Im Nachhinein ist mir klar, dass ich wahrscheinlich sehr viel eher ein zufriedener Mensch geworden wäre, wenn ich nicht so komplett unglücklich so lange an dieser bescheuerten Beziehung festgehalten hätte

Ich habe tausendmal versucht, mit ihm vernünftig über alles zu sprechen, und er sagte auch jedes Mal ja, er verstünde alles und er sei bereit, für unsere Liebe zu kämpfen, im Grunde passierte aber nix.
Und wenn ich mir überlege, dass wir heiraten und Kinder kriegen wollten, bin ich unheimlich glücklich, dass das nicht geklappt hat!! 

Heute ist er mit der anderen glücklich und sie haben einen kleinen Sohn. Ich gehe aber jede Wette ein, dass sie zb von seinen Schulden keinerlei Ahnung hat.



Meine dritte Liebe ist auch gleichzeitig der Vater meiner Tochter. Zu ihm passt einfach der Text des Liedes Hot n Cold von Katy Perry. 


Er hat mindestens zwei Gesichter! Trotzdem hat er mein Herz berührt. Schon deswegen, weil er der Vater meiner wundervollen Tochter ist, aber auch aus vielen anderen Gründen. Ich bin noch nicht soweit, darüber zu schreiben. Vielleicht irgendwann mal.
Uns zu verlassen, war seine persönliche Entscheidung.

Wie man sieht, bin ich nicht unbedingt mit Glück in der Liebe gesegnet. Naja, man kann nicht alles haben ;-)
Vielleicht finde ich doch noch eines Tages den Prinzen auf dem Pferd, ich bleibe optimistisch, man weiß ja schließlich nie, was das Schicksal noch für einen bereit hält!