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Freitag, 24. Juni 2016

Warum Meckern, Nölen und Schwarzsehen ganz schlechte Erziehungsgrundsteine sind

In letzter Zeit habe ich oft das Gefühl, dass ich häufig auf Menschen treffe, die ständig meckern und sich selbst das Leben schwer machen. Wegen Nichtigkeiten und Dingen, an denen man größtenteils absolut gar nichts verändern kann, wie zum Beispiel am Wetter...dieses ganze negative Gerede geht mir derbe auf die Nerven und ich möchte das auch nicht in unserem Leben haben.

Natürlich nervt es mich auch, dass es momentan nur am Regnen und Gewittern ist! Aber deswegen jeden Tag endlose Beschwerdemonologe halten? Einfach verschwendete Energie in meinen Augen!
Nicht mein Ding.. Als wäre das ganze Leben deswegen nicht mehr lebenswert. Mütter, die wochenlang mit ihren Kindern nicht draußen waren aus Angst vor Gewitterwarnungen. Oder wegen ein bisschen Regen. Dann war es gestern ja so schön....und was passiert? Sie stöhnen über die Hitze und gehen ebenfalls nicht auf den Spielplatz!

Das war jetzt nur ein kleines Beispiel, um in die Thematik einzusteigen. Im Folgenden werde ich nun erklären, warum ich der Meinung bin, dass diese negative Grundstimmung einfach Gift für unsere Kinder ist!

Die Arbeit passt nicht, dies läuft falsch, jenes läuft nicht rund...das Kind spielt nicht mit wie geplant...ich habe manchmal den Eindruck, als gäbe es gar keinen glücklichen Zustand mehr! Man muss was zu meckern haben. DAS macht anscheinend glücklich. Glücklicher zumindest, als die Dinge anzugehen, die änderbar sind.

Original von Grusskartenladen.de
Eine Studie hat wohl ergeben, dass wir Deutschen da mit dem Beschweren, Nölen und Jammern ganz weit vorne dabei sind im Vergleich zu anderen Ländern. (Artikel dazu aus der Welt)
Und auch dass der Durchschnitts- Deutsche immer unzufriedener wird. Natürlich sehe ich genau wie jeder andere, der sich die Augen nicht mit Scheuklappen zuhält, ebenfalls die Probleme, die es hier gibt. Nein, ich SEHE sie nicht nur, ich bin als alleinerziehende Mutter auch unmittelbar und ganz direkt davon betroffen. Von einer Ungerechtigkeit, die mich oft nur noch den Kopf schütteln lässt.

Hier im eigenen Umfeld wie aber auch auf der ganzen Welt. Dort ist es allerdings noch um einiges härter, trotzdem haben gerade die Menschen in ärmeren Ländern sich ihre innere Ruhe bewahrt. Das hat ebenfalls die Studie ergeben. Wahrscheinlich weil sie sich noch an den kleinen Dingen freuen können. Viele hier kennen doch gar keine wirklichen Schwierigkeiten. Da wird wirklich auf hohem Niveau Unzufriedenheit verbreitet! Nicht zuletzt auch durch die Presse und die ständigen Katastrophenmeldungen und Aufbauschungen. Aber warum muss man sich davon denn so runterziehen lassen? Eine eigene Meinung bilden, das wäre doch mal was!

An den negativen Dingen des Lebens verzweifeln? Den Kopf in den Sand stecken? Zu einem notorisch unzufriedenen Dauernörgler werden? Aus Angst vor der Zukunft am besten gleich zu Hause einschließen?

Nein, das ist nicht der richtige Weg. Für mich zumindest nicht. Und ich wäre auch ein ganz schlechtes Vorbild für meine Tochter. Es gibt genug, für das wir sehr dankbar sein können. Für unsere Gesundheit zum Beispiel. Oder für Essen, ein warmes Bett, ein Dach über dem Kopf, eine Familie. Dafür, dass wir uns in der glücklichen Lage befinden, hier immer versorgt zu werden, wenn alle Stricke reißen. Ich möchte, dass meine Tochter ein glücklicher, offener, hilfsbereiter, toleranter, ausgeglichener und zufriedener Mensch wird und das kann sie nur werden, wenn ich da mit gutem Beispiel voran gehe. Und man kann sehr viel für sie tun, für die innere Zufriedenheit. Anstatt nur zu jammern und schwarz zu sehen, aber nichts zu verändern an der ganz persönlichen Situation! Wir sind hier in der glücklichen Lage, noch sehr vieles selbst ändern zu KÖNNEN! Nicht alles, nein, aber vieles!

Das ist ein sehr wichtiger Punkt, man sollte wirklich mal ernsthaft in sich gehen und darüber nachdenken, was man da eigentlich seinen Kindern mitgibt! Ich arbeite ja an einer Grundschule und ohne Witz, ich werde jedesmal bestätigt, wenn ich vorher vermutet habe, dass die Eltern eines Kindes sicher solche Meckerfritzen sind. Man sieht es an den Kindern. Wirklich. Unzufrieden, selbst schon am beschweren wie die Großen, pingelig mit dem Wetter, bei jedem bisschen Nieselregen in der Pause nicht auf den Schulhof wollen und deswegen in Tränen ausbrechen.

Sehr häufig REDEN sie auch schon wie die Großen! Über die Flüchtlinge ("wir können jetzt wirklich keinen mehr aufnehmen, Deutschland ist voll!" Zitat sechsjähriges Mädchen), den Krieg ("Deutschland ist reich, weil sie Waffen an Syrien verkaufen", Zitat siebenjähriger Junge), die Probleme ihrer Eltern ("das Schliommste ist, dass wir so wenig Geld haben", Zitat siebenjähriges Mädchen).

Sollten Kinder in diesem Alter wirklich schon solchen Gesprächen der Erwachsenen beiwohnen? Natürlich ist es richtig, ihnen zu erklären, dass es so etwas wie Krieg gibt, dass wir hier Flüchtlinge aufnehmen, warum sie hierherkommen...das finde ich gut und wichtig! Aber doch bitte im direkten Gespräch mit den Kindern! Kindgerecht! Und nicht insofern, dass sie halt ganz offensichtlich Wortfetzen aus den Gesprächen der Erwachsenen aufschnappen. Man kann doch wenigstens über sowas reden, wenn der Nachwuchs nicht anwesend ist?

Ich finde das aus pädagogischer Sicht absolut bedenklich, diese Vorbildhaltung! Aber sich andererseits über die rassistischen Abgründe in Astrid Lindgrens oder anderen älteren Kinderbüchern beschweren. Und bloß diese schlimmen Bücher umtexten, um den Kindern kein falsches Weltbild zu vermitteln. Das ist völlig abstrakt! Über jeden Mist kann man anscheinend eine Grundsatzdiskussion beginnen und über Andersdenkende stänkern.... Als ob es nichts Wichtigeres gäbe, was wir unseren Kindern weitergeben sollten! Wie zum Beispiel Zuversicht, Selbstvertrauen, innere Balance und Zufriedenheit. Auch in schweren Zeiten die Ruhe zu bewahren.

Wollen wir unsere Kinder zu solchen Menschen heranwachsen lassen? Zu ängstlichen, stets unzufriedenen, nölenden Menschen, die mit geringen Belastungen völlig überfordert scheinen? Jede schwierige Situation als aussichtslos betrachten? Ich nicht! Ich werde mir meine Frohnatur bewahren, mir und meiner Tochter Nörgler und Schwarzseher so weit es geht vom Leib halten und dafür sorgen, dass sie auch in der sicher nicht leichten heutigen Zeit trotzdem ihre Fröhlichkeit bewahrt! Nicht mit uns. Hier noch ein tolles Lied zum Thema von einer Sängerin, die ich vor kurzem zufällig entdeckt habe und die ich toll finde!


Mittwoch, 15. Juni 2016

Ich habe ein Update die Liebe betreffend zu machen :-)

Schon Anfang letzten Jahres habe ich durch einen Zufall einen Mann kennen gelernt. Wir standen uns zufällig in einem Bücherladen gegenüber und kamen ins Gespräch, am Ende tauschten wir dann Telefonnummern aus.

Ich stellte schnell fest, dass man mit ihm ganz erstaunlich gut reden konnte, wir schrieben und telefonierten oft. Ich hatte recht schnell schon das seltene Gefühl von Seelenverwandtschaft...gleiche Vorstellungen, ähnliche Interessen, es gab immer sooo viel zu quatschen...

Wir haben uns auch einige Male getroffen, irgendwie aber nie an etwas anderes als platonische Freundschaft gedacht. Ich war auch innerlich noch völlig eingenommen vom Papa meiner Prinzessin und absolut nicht geneigt, etwas Neues in Erwägung zu ziehen, vielleicht lag es daran. Und auch sonst gab es einige chaotische Irrungen und Wirrungen beiderseits...Wir waren wirklich völlig auf einer Welle, aber ich war nicht wirklich sein und er war eigentlich nicht mein Typ :-)


Im Prinzip verging so das ganze Jahr 2015. Wir sprachen wirklich über alles und jeden, auch oft über die Liebe und wie wir uns diese vorstellten, doch ich war immer sicher, dass der Funke fehlte und dass der auch nicht mehr überspringen würde.

Er hatte mittlerweile durch unsere Treffen auch meine Kleine kennen gelernt, bei den Beiden war es hingegen Liebe auf den ersten Blick. Ich habe noch nie zuvor...und auch danach nie wieder...erlebt, dass sie einem unbekannten Menschen sofort freudestrahlend in die Arme lief. Sie ist ansonsten Fremden gegenüber eher zurückhaltend, doch bei ihm war es anders.

Irgendwann Ende des Jahres entschieden wir ziemlich spontan, zusammen auf den Weihnachtsmarkt zu fahren. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten fuhr er an diesem Tag mit dem Zug, vielleicht ein Zeichen dass auch sonst irgendwie alles anders war...denn das war es für mich. Es war offener, entspannter, wärmer...ich nahm nur eine leichte Veränderung wahr, worüber wir sogar noch sprachen, mass dem aber noch keine allzu große Bedeutung zu.

Wir trafen uns trotzdem kurz danach...alleine...wieder. Das war glaube ich der Tag, wo ich begann zu registrieren, dass sich etwas verändert hatte an meinen Gefühlen. Wann es bei ihm begann, weiß ich gar nicht so genau!

Bald erneutes Treffen, der erste Kuss, ich war wie auf Wolken, alles stimmte plötzlich und war sonnenklar, jedes Bauchgefühl sagte dazu auch ja und fragte mich, warum ich das Naheliegendste nie gesehen hatte :-)


Das mit uns geht jetzt seit vier Monaten und es geht sehr gut. Es gab schon einige Auf und Abs, es ist nicht so einfach, wenn man sich aufgrund räumlicher Entfernung meistens nur an den Wochenenden sehen kann und dazu noch mein Job als alleinerziehende Mutter kommt, die nicht mal eben die Möglichkeit hat, sich alleine treffen zu können...da ist halt so gut wie immer mein kleiner Wirbelwind dabei. Mit diesem Umstand und damit, dass Zeit ein absolut unbezahlbar kostbares Gut ist, kommt er wirklich gut zurecht. Er selbst hat (noch?) keine Kinder und ich finde es immer wieder erstaunlich, wie er mit dem Chaosalltag, der hier mit einem Kleinkind halt herrscht, ruhig und gelassen umgeht und zusehens immer besser und geübter darin wird :-) Das zeigt mir auch dass wir ihm wirklich wichtig sind.

Auch gelegentliche Launen und Zweifel meinerseits wischt er meistens gleich wieder vom Tisch...ich komme gar nicht dazu, sie groß aufkommen zu lassen!! Er lässt mich auch so wie ich bin ohne da groß was verdrehen zu wollen...sogar wenn ich, durch den Alltag oder was sonst eben so alles bei einer Fernbeziehung dazwischen kommt, wieder mal völlig überzogen genervt reagiere, sagt er noch “war doch gar nix“ :-)

Mir war es auch sehr wichtig, keine erneute Pleite zu erleben und es langsam angehen zu lassen und ich finde es toll, dass er mir jegliche Zeit und jeden Freiraum lässt, den ich brauche. Ich habe wirklich das Gefühl, er könnte der (zweite) Richtige sein. Auch wird es mit der Zeit immer nur noch besser und schöner, auch die Räuberprinzessin scheint das so zu empfinden...das ist ein richtig gutes Zeichen.

Es scheint, 2016 ist mein Jahr. So soll es sein so kann es bleiben...!


Montag, 11. Januar 2016

Als Single Mama glücklich sein? Teil 2

Hier geht es nun weiter mit der Erörterung, warum man nicht auch als Solomama glücklich sein sollte!

1) Vorurteile der anderen, jeder Alleinerziehende kennt sie und es geht so schnell...

Leider darf man heutzutage nicht mehr zu laut sagen, wenn man sich dafür entscheidet, noch etwas länger beim Kind zu bleiben und dafür z.B. eventuell auch Amtsgelder in Anspruch nehmen zu müssen.

 Man hat das Gefühl, grundsätzlich verurteilt zu werden sobald man äußert "ich bleibe noch ein Jahr bei meinem Kind und nehme dafür staatliche Hilfe in Kauf."

Ich finde, gerade was Soloelternteile betrifft, sollte niemand mit seinem Urteil darüber zu schnell sein. Von uns wird mittlerweile fast automatisch erwartet, Vollzeit arbeiten zu gehen, gleichzeitig einen perfekten Haushalt zu haben und eine tolle, ausgeruhte, gut aussehende, stets glückliche Mutter (oder natürlich auch Vater) zu sein. Doch wie soll man diesen Spagat schaffen, wenn einerseits erwartet wird, unabhängig von finanzieller Unterstützung zu leben und andererseits verurteilt wird, wer sein Kind zu früh, zu lange oder zu unkonstant, zb. wegen Schichtdienst, abgibt?

Und andere Möglichkeiten als diese beiden gibt es nicht. Es sei denn der Kinds Vater ist steinreich und hat Spendierhosen an. Womit ich persönlich sicher auch nicht ruhig und zufrieden leben könnte, so auf der Tasche meines Exs.

Dieses Aburteilen geht heute in Hartz 4 Zeiten einfach zu schnell. Da spielt es keine Rolle, ob man vorher 10 Jahre lang Vollzeit durchgearbeitet hat...wer Hartz 4 braucht, hat automatisch für viele den bekannten "Assi-Status." Da spielt die individuelle Geschichte absolut keine Rolle.

Genauso schnell ging das zumindest bei mir auch mit Vorurteilen und Meinungsbildung den Vater meiner Tochter betreffend.
"Nimm dem Armen doch sein Kind nicht weg..." ohne auch nur den Hauch einer Ahnung, was "der Arme" so getan hatte im Vorfeld, war das Harmloseste.

Da hilft nur, sich zu üben im "Hier-rein-da-raus".

Spruch-des-Tages.org
Leider schüren Serien wie zum Beispiel Alleinerziehend - ein 24 Stunden Job (natürlich kommt der Mist auf RTL2...) völlig falsche Vorurteile in den Menschen. Ich war so sauer als ich mir das angeguckt habe. Ich glaube, die haben mit Absicht einige der hilflosen Fälle ausgesucht und deren Probleme dramatisch aufgebauscht. Ich bin in einem Forum für Solomamas und Solopapas unterwegs und dort hat sich wirklich jeder über die falsche Darstellungsweise in dieser Serie schrecklich aufgeregt. Einige wurden von RTL2 gefragt, ob sie mitwirken wollen, jeder vernünftig denkende Mensch hat das aber abgelehnt.

Bei Interesse lies doch einmal diesen Artikel aus dem Blog "mutterseelenalleinerziehend" dazu. Oder auch den Beitrag, den "die Welt" dazu geschrieben hat. 

Unglaublich. 

2) Meine persönliche Lösung habe ich gefunden...

Ich denke für jedes Kind und jede Single Mutter (...Vater...) gibt es eine gute Lösung, mit der beide glücklich sein können. Ich habe lange nach dieser Möglichkeit gesucht und dafür einige Abstriche gemacht. Ich arbeite im Moment nur noch entfernt in meinem erlernten Beruf und auch nur 30 Stunden die Woche. In meinem alten Beruf, in dem ich hätte Schichtdienste machen müssen, was in meinen Augen mit einem Kleinkind nicht möglich ist, ohne dass jemand darunter leidet, habe ich trotz intensivem Suchen mit diesen Rahmenbedingungen keine Chance gehabt. 

So gehen wir um sieben aus dem Haus, ich bringe meine Kleine zur Tagesmutter, fange um acht an zu arbeiten und nach meinem Feierabend und zwei hole ich sie dort ab . Klar könnte ich mehr Geld haben, Geld ist immer gut, aber mir ist es sehr viel wichtiger, Zeit mit meiner Räuberin zu verbringen und wir kommen finanziell einigermaßen zurecht. 

Sicher, später wird sie mehr Ansprüche haben, das ist mir sonnenklar! Aber mit ihrem zunehmendem Alter werde ich ja auch wieder mehr arbeiten können. Ich denke, wir sind beide glücklich so wie es ist und ich denke auch es ist sehr wichtig, sich frühzeitig ein soziales Umfeld zu schaffen, auf das man im Notfall zurückgreifen kann. Ich bin froh das sie so tolle Großeltern hat und ich so tolle Freunde habe, die zu ihrem Umfeld gehören und die mir auch zwischendurch einmal eine Auszeit ermöglichen.

Für mich ist die Glücks Rangfolge eben so:

- Glückliches Kind
- Glückliche Mama
- Arbeit
- Alles andere

Wie ist deine?

3) Abschließende Worte :-)

Die meisten Soloelternteile die ich kenne, sind glücklich und häufig auch froh, ihre oft hoffnungslose Partnerschaft hinter sich gelassen zu haben. Sie stehen erfolgreich im Beruf, sind zufriedene Menschen, stehen voll hinter ihrer Verantwortung und ziehen tolle Kinder heranIch kenne auch kaum Soloelternteile, die wie so oft gesagt wird dem anderen Elternteil dem Umgang zum Kind verwehren wollen. Im Gegenteil, bei den allermeisten der mir bekannten Fälle ist es so, dass der andere Elternteil diese Verantwortung nicht wahrnehmen möchte und auch finanziell nur das Notwendigste zahlen möchte. Ich kann diese Elternteile absolut nicht verstehen, denn schließlich ist es ihr eigen Fleisch und Blut, welches sie da so gleichgültig abservieren.

Wir sollten vielleicht alle etwas toleranter werden und uns nicht von Klischees und falschen Darstellungsweisen beeindrucken lassen. Und mehr auf unser Herz hören und auf das, was es uns sagen will.

Glücklich sein als Solomama oder Papa ist wohl also eine gelungene Mischung aus allen lebensrelevanten Gebieten. Bist du ein Karrieretyp? Gut, dann schau, dass dein Kind eine tolle Betreuung hat und dass du deinen Kram organisiert bekommst.
Du willst sooo gerne noch bei deinem Kind bleiben, aber alle sagen "du musst doch wieder arbeiten"? Scheiß auf die anderen!

Gerade als Alleinerziehender ist es sowieso unabdinglich, sich andere Meinungen, die ja jeder Hinz und Kunz meint, äußern zu müssen, nicht mehr so zu Herzen zu nehmen, wenn man wirklich glücklich sein möchte. Und ja, wir DÜRFEN glücklich sein. Warum denn bitte auch nicht? 




Montag, 28. Dezember 2015

Mein Weihnachtsgeschenk für mich selbst!

Ich freue mir wirklich ein Loch in den Bauch :-)

Wir haben hier ja wirklich mühsam jeden Einrichtungsgegenstand gesucht und verschönert...Es ist so ein Hobby von mir, dekorieren und Gemütlichkeit erschaffen.

Ich wünsche mir seit zwei Jahren einen neuen Schreibtisch, mein alter war zu groß für mein Zimmer...aber immer ging irgend etwas anderes vor und so kam es nie dazu, bis....

...gestern, also am zweien Weihnachtstag, ein netter Herr, der unter einen Kilometer von mir entfernt wohnt, seinen für 5€ bei Ebay Kleinanzeigen einsetzte!!

Natürlich wurde schon etwas dekoriert!
Mensch ich freu mich!!

Sonntag, 27. Dezember 2015

Das Sprachtalent meiner kleinen Prinzessin...ja, ich muss auch mal angeben :-)

Bevor ich nun beginne: Humorlose Mütter, die einer anderen das kleinste Stückchen Stolz nicht gönnen, sollten lieber nicht weiterlesen. Auch ich bin Mutter und ich bin, wie jede andere Mutter auch, einfach stolz auf meinen Sonnenschein, egal was sie macht. Und das möchte ich einfach gerne teilen. Auf Kommentare wie "Aber meiner konnte...", "Aber das ist doch nichts Besonderes...", "Damit muss man doch nicht so angeben..." kann ich gerne verzichten. Ich weiß, dass jedes Kind individuell ist und dass jedes Kind andere Stärken hat und das ist auch total gut so!!

So, hier kommt mein ganzer Mutterstolz:


Die Oberfläche der App
Meine Kleine zeigte schon relativ früh, dass sie gerne spricht und unheimlich schnell dazulernt. Unglaublicherweise habe ich das erste Wort und wann sie es gesagt hat nicht aufgeschrieben, wo ich doch sonst jeden Scheiß dokumentiert habe. (Kleine Anmerkung: Ich benutze zum Dokumentieren auf allen Geräten "Baby Connect". Da kann man wirklich jeden Scheiß dokumentieren, von Gewichts- und Wachstumskurven über den ersten Zahn bis hin zu den Meilensteinen. Auch Tagebuch schreiben und Fotos einfügen geht. Synchronisiert sich mit allen Geräten und es können auch Partner, Geschwister, Tagesmutter oder andere Bezugspersonen nach dem Login Daten synchronisieren. Ich finde es einfach toll!)

Zurück zum Thema! Die ersten Worte kamen also eher schleichend und am Anfang war es eher Gebrabbel,aus dem sich nach und nach die ersten Wörter
herauskristallisierten.Da muss sie etwa sechs Monate alt gewesen sein. 

Das erste richtige bewusste Wort war auf jeden Fall BALL. Passend zu ihrer Vorliebe für alle runden, rollbaren Gegenstände. Dann kamen im nächsten halben Jahr einfach irgendwie schleichend immer mehr Wörter hinzu. Als sie gerade eins war, zählte sie auf einmal bis zehn...und nein, ich habe sie NICHT damit getriezt und ihr das krampfhaft beigebracht, weil ich sie unbedingt fördern wollte!

Nach einem Jahr habe ich begonnen, die Wörter zu zählen und aufzuschreiben. Da waren es schon über 200 und ich habe sicher so einige vergessen.
Mittlerweile ist sie ja fast zwei und redet in Sätzen, singt komplette Lieder mit mehreren Strophen...es ist Wahnsinn! Da bin ich wirklich stolz auf sie! Sie kann, passend zur aktuellen Zeit, "In der Weihnachtsbäckerei" singen und weiß die ersten drei Strophen besser als ich :-) Fallsihr euch den Ohrwurm nochmal geben wollt, bitte schön:


Was für mich das absolut Faszinierende dabei ist:


Es ist nicht nur so, dass sie die Wörter nachbrabbelt, sie erkennt auch die Bedeutung dahinter. Wenn sie zb. bis zehn...mittlerweile bis 20...zählt, macht sie das oft anhand von Gegenständen, die sie dann aneinanderreiht. Das ist wirklich der Wahnsinn.

Sie kommentiert wirklich alles und versucht jedes Wort nachzusprechen dass sie hört. Es ist sooo süß, wie sie sich dabei sichtlich Mühe gibt, die Wörter auch korrekt auszusprechen. Da probiert sie rum bis sie es geschafft hat und dann ist sie megastolz :-)

"Alle Aufstehen!"


Mittlerweile kommen wir da in einige lustige Situationen, wie zum Beispiel in der Kirche (WENN wir da mal hingehen, aber sie liebt es so!): Der Pfarrer bat die Gemeinde, sich zu erheben um zu beten und während alle aufstanden und es natürlich völlig leise war ansonsten, sagte sie laut, begeistert und so, dass es wirklich jeder hören konnte: "Alle aufstehen!" :-D
Und nach jedem gesungenen Lied klatscht sie begeistert und ruft "nochmaaaaal!"

Ich finde das wirklich toll und ich habe von Anfang an immer gesagt,dass ich es favorisieren würde, wenn sie früh spricht und spät läuft. Wobei ich nicht wirklich an dieses Klischee glaube. Aber bei uns stimmte es, sie lief erst mit 16 Monaten! Ich habe mir deswegen aber nie einen Kopf gemacht und ihr da voll vertraut, denn es passt auch zu ihrem Charakter, dass sie Sachen erst tut, wenn sie wirklich weiß, dass sie es schafft. Sie ist sehr bedächtig, das hat sie eindeutig von ihrem Vater, denn ich bin ja eher der spontan-Typ! Darum passt auch das mit dem Laufen so gut: Es ist einfach nicht ihr Ding, tausendmal hinzufallen.Sie wartet, bis ihr irgendetwas in ihr sagt "So, jetzt schaffst du das ohne Probleme!"


Sehr angesagt bei meiner Räuberprinzessin ist auch das Singen...


Sie ist mittlerweile wirklich eine kleine Persönlichkeit, mit der man fast schon wirkliche Unterhaltungen führen kann.Total süß ist auch das mit dem Singen. Ich selber mache ja Musik (spiele Klavier seit ich neun bin) und ich finde es wirklich beeindruckend, dass man schon Melodie und Rhythmus bei ihrem Gesang erkennen kann!

Hier findet man die Alben von ihr!
Vor allem La LeLu hat es ihr angetan, aber auch die ganzen tollen Lieder von "die 30 besten..." (Da gibt es die 30 besten Spiel- und Bewegungslieder, die 30 besten Partylieder, die 30 besten Lieder für den Herbst etc...gesungen von Simone Sommerland und in meinen Augen äußerst gut zu ertragen, auch für die Eltern!) Ganz besonders süß ist es auch, wenn sie für ihre Stofftiere singt. Puppen findet sie nämlich ziemlich doof, da müssen die Kuscheltiere stattdessen herhalten, bin mal gespannt, ob das mit den Puppen noch kommt!

Auch "meins" und "deins" ist im Moment ganz aktuell. Und sie sagt ganz klar, was ihr alles gehört.Vor allem anderen Kindern gegenüber will sie ihren Besitz momentan klar abgrenzen. Auch lustig ist es immer im Bus, mit dem wir viel unterwegs sind. Jede Bushaltestelle wird nachgesprochen. Die Leute, die mitfahren, finden sie immer unheimlich toll. Letztens sagte mein Vater zu ihr "wir fahren jetzt nach Hause." Man muss dazu sagen, dass er ein Auto hat und meine Eltern in einer anderen Stadt wohnen, Allerdings nicht weit entfernt. Da guckt sie ihn an und sagt "Opa nach Wuppertal fahren" . 

Da muss man wirklich mal überlegen, was sie da in ihrem kleinen Kopf schon kombiniert hat. Ich finde das jedes Mal total faszinierend. Die Sprache wirkt oft völlig "neu und frisch und bunt", wie schon PUR in dem Lied "Schneckenfreund" gesungen haben! (Mittlerweile stehe ich voll dazu, dass ich die gerne höre!)


Übrigens war ich als Kleinkind auch sehr früh mit dem Sprechen dran, und jetzt kommt der typische Spruch: "Sie kommt wohl nach Mama" ;-)


Donnerstag, 24. September 2015

Unser größter Wunsch...mehr Mobilität

Okay. Eigentlich müsste ich sagen MEIN größter Wunsch, weil meine kleine Prinzessin zwar mit anderthalb sehr sprachgewandt ist, aber natürlich noch nicht in der Lage ist, ihren größten Wunsch zu formulieren. Darum habe ich mir mal ihren Kopf zerbrochen ;-)

So habe ich aufgrund einer Einladung zu einer Bloggerparade mit dem Thema "Wir lassen Kinderträume wahr werden" sehr lange und sorgfältig überlegt, was meiner Kleinen wohl langfristig die größte Freude machen könnte. Da gäbe es sicher einiges an Spielzeug, Inneneinrichtung, Kinderzimmergestaltung und so weiter und so fort, aber was würde ihr wohl in ihrem Kinder-und Jugendalter am meisten Zufriedenheit verschaffen? Was könnte ihr wirklich eine sinnvolle Freude, Hilfe und Unterstützung bieten?

Unser aktuell hauptsächliches Fortbewegungsmittel
Dazu muss ich erstmal kurz etwas ausholen:
Ich habe in meiner Vergangenheit eher düstere Erfahrungen mit dem Thema Führerschein gemacht. Ungern erinnere ich mich an etliche Fahrstunden bei einem fast im Rentenalter angekommenen Fahrlehrer, der wohl nicht viel Lust hatte, sich mit Engagement mit mir zu beschäftigen. Er schrie nur rum, war gemein zu mir und sagte, dass ich es niemals schaffen würde, diesen Lappen zu bekommen, weil meine Einschätzung von Entfernungen sowie meine (als Linkshänder oft vorhandene...) Rechts-Links-Schwäche zu gravierend seien.
Da ich jung und noch recht naiv war, glaubte ich ihm aufs Wort. Nach jeder Fahrstunde war ich am Heulen und am Boden zerstört.
Diese Erfahrung war so gravierend, dass ich nie wieder in Angriff nahm, es erneut zu versuchen.


Kann ich wirklich nicht Auto fahren?


Zur Ergänzung lässt sich noch sagen, dass die Fahrschule später sehr schlechte Bewertungen bekam, weil sie wohl häufig versuchte, jungen und unerfahrenen Fahrschülern unnötig viele Fahrstunden aufzuschwatzen mit der Begründung, sie würden es nie lernen, wenn dann nur mit ganz viel Übung.
Mittlerweile haben die auch zugemacht.

An dieser Erfahrung hatte ich wirklich immer zu knapsen. Es konnte doch nicht sein, dass ich, die ich doch sonst wahrlich nicht auf den Kopf gefallen bin, diesen verdammten Führerschein nicht schaffen konnte. Unzählige Menschen sagten mir auch, dass die Probleme, die ich hatte, mit der Fahrerfahrung weggehen oder sich zumindest stark verbessern.

Trotzdem traute ich mich nie, das wieder anzugehen aus Angst, der Fahrlehrer könnte doch Recht gehabt haben und ich würde es erneut nicht schaffen!

Nun aber bin ich Mutter und habe Verantwortung. Seitdem spiele ich im Kopf immer wieder mit dem Gedanken, in wie vielen Beziehungen meine Tochter (und ich) es leichter hätten, wenn ich Auto fahren könnte:


  • Wir wohnen in einem Stadtteil mit dorfähnlichen Busverbindungen. Selbst um z.B. in die Innenstadt (knappe 8 km) zu gelangen, müssen wir mindestens 50 Minuten mit zweimal Umsteigen fahren. Wie soll das werden, wenn meine Kleine älter wird und ihre Freunde treffen möchte? Das wird sie doch frustrieren, wenn sie da erstmal stundenlang durch die Weltgeschichte eiern muss. Es frustriert ja mich als Erwachsene schon oft! Ich würde schon gerne die Möglichkeit haben, da später auch mal Taxi spielen zu können! 
  • Ich könnte sehr viel mehr Geld verdienen, wenn ich einen Führerschein hätte, da sich damit der ganze Bereich der ambulanten Pflege für mich auftun würde. Auch in vielen sonstigen Einrichtungen wird der Führerschein vorausgesetzt. Außerdem wären viele Entfernungen, die ich im Moment einfach nicht bewältigen kann und wegen denen ich etliche tolle Stellen ablehnen musste, einfach viel leichter machbar. 
  • Mehr Geld für mich = sorgenfreieres Leben für meine Prinzessin und die Möglichkeit, ihr viele viele Wünsche zu erfüllen!
  • Die Freizeitgestaltung wäre leichter. Im Moment muss ich ja tierisch viel Zeit nur für die Fahrten kalkulieren. Überhaupt geht ein großer Teil unserer Zeit für das ewige Fahren drauf. Wer will schon nur drin oder in der nächsten Umgebung seine Zeit verbingen? Wir definitiv nicht! Wir fahren viel mit dem Fahrrad, aber alles ist damit eben auch nicht machbar. Gerade da wir hier in einer Umgebung mit sehr vielen Höhenmetern leben.
  • Tägliche Erledigungen, vor allem aber das Einkaufen, würden wesentlich weniger Zeit in Anspruch nehmen.
  • Weniger Zeit für Alltagskram = mehr Zeit für meine Tochter!
  • Urlaube müssten nicht mehr danach geplant werden, ob das Ziel mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist. Selbst WENN es das ist, könnten wir auch viel mehr Sachen einpacken. Denn im Moment muss ein großer Rucksack reichen.
  • Alles in Allem wären wir einfach unabhängiger und freier in unseren Planungen.

Aus diesen ganzen Gründen glaube ich, dass ich meiner Kleinen mit einem Führerschein langfristig die größte Freude machen könnte.
Ja, es fällt mir tierisch schwer, das nochmal anzugehen. Aber ich bin sicher, ich schaff das!

Da ich das Geld, was wir haben, für den Monat benötige und außerdem für meine Prinzessin spare, habe ich einfach keine Kohle, um das anzugehen! Ein wenig konnte ich trotzdem schon zur Seite legen, ich denke ich bräuchte 1000-1500€, um ernsthaft diesen Plan in die Tat umsetzen zu können.

Da kam mir dieses Gewinnspiel gerade recht :-)

Bitte votet HIER für die Unabhängigkeit meiner kleinen Prinzessin von den öffentlichen Verkehrsmitteln!



Samstag, 15. August 2015

Warum wir unser Familienbett so lieben...

Es ist ja oft so, dass man, bevor man Kinder bekommt, genauestens wusste, wie man vorhat, sie zu erziehen und mit ihnen umzugehen. Am Ende, wenn man dann wirklich Mutter oder Vater ist, läuft doch alles völlig anders. Zumindest gilt das für mich. Letztens habe ich dazu noch so einen Spruch gelesen, der ging ungefähr so: "Wenn du mit der Erziehung deines Kindes nicht weiterweisst, frag Leute ohne Kinder, die wissen das!" 

Fand ich äußerst passend. 

Genau so war es auf jeden Fall bei uns mit dem Familienbett. Vorher, also auch noch in der Schwangerschaft, habe ich immer gesagt, das käme für mich nie im Leben infrage. Mittlerweile, nach 18 Monaten glücklichen Beisammenseins, schlafen wir immer noch und fast von Beginn an in einem Bett und sind damit äußerst zufrieden. Da stehe ich auch voll und ganz dahinter, wenn ich...mal wieder...für dieses Thema Kritik einstecken darf. Denn auch das ist so ein Reizthema, wo alle eine Meinung zu haben und dann die eigene natürlich auch die allgemein richtige ist. 

Viele Vorurteile zum Familienbett kann man mittlerweile klar und deutlich widerlegen. Es gibt sogar Berichte darüber, dass die zusätzliche Nähe dem Kind sehr gut tut. 

Am Anfang fand ich es einfach nur praktisch. Beim Stillen musste ich nicht mehr aufstehen und das Baby aus seinem Bett nehmen. Kurz gestillt und weiter geschlafen. Beide. 
Schnell begann ich dann auch, ihrer Nähe zu genießen. Da unser Bett 2×2 m breit ist und jeder wirklich Platz für sich hat, hatte ich auch wenig Angst vor häufig aufgeführten Risiken wie dem plötzlichen Kindstod und anderem. Auch Vorteile wie du bekommst das Kind doch nie mehr aus deinem Bett hinaus halte ich für völligen Quatsch. Ich denke, spätestens wenn sie einen Freund hat, möchte sie wohl nicht mehr mit mir in einem Bett schlafen ;-) 

Wir schlafen beide durch und das war schon ab dem dritten Monat so! Alle beide wachen wir ausgeruht auf und kommen uns beim Schlafen komischerweise auch nie in die Quere. Ok, ich musste auch einige Abstriche machen: Lesen im Bett ist nicht mehr möglich. Wobei das allerdings nicht am Licht liegt, sondern am Umblättern der Seiten. Es ist ein Phänomen: von Fernsehen, Gewittern, der Haustürklingel, Telefonaten und anderem lauten Zeugs wird die kleine Räuberprinzessin niemals wach, aber das Umblättern einer Seite, egal wie leise, läßt sie sofort ihre Funkelperlenaugen aufschlagen. 
Und da ich ein absoluter "Bettleser" und auch allgemein eine absolute Leseratte bin, fiel es mir sehr schwer, darauf nun zu verzichten. 

Aber auch dafür gab es eine Lösung, nämlich den mir früher immer verhassten E-Reader. Nun kann ich in Ruhe im Bett lesen und habe alles was ich brauche. Wieder erwarten habe ich mich äußerst schnell an meinen Tolino gewöhnt und mag ihn mittlerweile sogar richtig :-)

Sollte ich einmal doch noch einen festen Partner haben würde er das mit dem Familienbett wahrscheinlich nicht akzeptieren, was ja auch absolut verständlich ist. Dann muss man weiter sehen. Ist eh im Moment kein Thema für mich. 

Ich habe trotzdem vor, in nächster Zeit im Zimmer meiner Süßen ein Kinderbett aufzustellen, dies attraktiv zu gestalten mit Sternenhimmel, toller Bettwäsche und so und darauf zu bauen, dass sie irgendwann total gerne darin schlafen möchte. Ob das klappt weiß ich natürlich noch nicht. Es ist mir aber auch nicht so wichtig. Sie soll aber die Möglichkeit haben, sich bewußt für ihr eigenes Bett zu entscheiden, ich werde sie dann natürlich jederzeit dort schlafen lassen.

Über weitere Vorurteile und überhaupt über das Familienbett kann man übrigens diesen Artikel aus dem Blog gewuenschtestes-wunschkind.de (ich liebe dieses Blog) lesen. Ich denke auch bei diesem Thema muss jeder den Weg finden, mit dem alle Familienmitglieder glücklich sind. Da gibt es kein gut oder schlecht sondern nur wie sind wir alle möglichst ausgeruht und wie kriegen den meisten Schlaf. Denn guter Schlaf ist wirklich das A und O. Wenn da die Lösung das Kinderbett im eigenen Kinderzimmer ist es doch genauso völlig ok. aber wenn sich doch alle wohl fühlen im gemeinsamen Bett, warum sollte das doch nicht in Ordnung sein?

Schreibt mir doch, was ihr mit diesem Thema für Erfahrungen gemacht habt wenn ihr mögt! Da würde ich mich sehr freuen :-)

Freitag, 14. August 2015

Als Single Mama glücklich sein? Teil 1

Viele denken immer, als Alleinerziehende könnte man nicht glücklich sein. Wie die darauf kommen, weiß ich auch nicht so genau.




Hier kommt Teil eins meiner persönlichen Analyse. Gegliedert in die Punkte, die meiner Meinung nach relevant für die Fragestellung sind.

1) Glücklich ohne Partner, geht doch gar nicht, oder? 

Ich denke das ist erst mal eine Sache der Organisation und inneren Einstellung. Wenn man krampfhaft auf der Suche nach einem Partner ist oder ebenso krampfhaft versucht, seine Beziehung zum Kindesvater wieder hin bekommen, obwohl eigentlich schon klar ist, dass Hopfen und Malz verloren ist, wird man wahrscheinlich abends dasitzen und sich denken: "Und DAS soll jetzt mein Leben sein?"

Ohne Witz, ich kenne einige Paare, die sich nur noch fetzen. Wo jeden Tag mehr oder weniger aktuell die Frage im Raum steht: "Bringt unsere Beziehung noch was oder sollen wir uns lieber trennen?" Da geht es teilweise um die kleinsten Banalitäten wie zb. das Fernsehprogramm, die Abendgestaltung, den Haushalt...man was bin ich dann immer froh, dass ich DAS nicht habe! Ich weiß nicht, wie es in ein paar Jahren aussieht, ob ich mir da jemanden herbeisehne, aber momentan kann ich mit voller Überzeugung sagen, dass ich absolut nicht auf der Suche nach einer neuen Liebe bin.

Warum sollte mein Glück und meine innere Zufriedenheit auch ausschließlich von einer Beziehung abhängig sein? Ist die Liebe zu anderen nicht auch erfüllend? Zu seiner Familie, den Freunden, dem Kind?

Ich habe mir mittlerweile meinen Alltag so organisiert, dass sowohl meine Kleine als auch ich glücklich und zufrieden miteinander leben können. Dabei ist es mir auch wichtig, dass ich einiges für mich selbst tue. (Lies dazu doch bei weiterem Interesse auch DAS).

Natürlich kann ich nicht wissen, wie sehr ihr ihr Vater wirklich fehlt und ich habe wirklich alles gegeben, um ihr einen guten und konstanten Kontakt zu ermöglichen, doch wenn Papa nicht mitspielen möchte, kann ich das leider nicht erzwingen. Ich denke es war wichtig das zu erkennen und zu akzeptieren.


Original: www.Spruch-des-tages.org
















2) Ich nehme mir selber den Druck bei der Organisation...

Den Haushalt habe ich mir mittlerweile so eingeteilt, dass ich wenn ich Zeit habe immer ein bisschen erledigen. (Hier aus einem freien Google Book: Das Prinizip der Vier-Minuten-Aufgaben! Wer nicht extra lesen will: Es bedeutet, alles, was innerhalb kürzester Zeit erledigt werden kann wie zb. Wäsche waschen, Spülmaschine ausräumen, saugen etc...erledigt man SOFORT, denn dafür ist wirklich IMMER Zeit!)

Es gibt bei uns auch keine festen Waschtage und keine festen Putztage mehr. Ich sehe den Dreck und mache ihn weg. Das ist mein Leitsatz. In diesem Artikel erkläre ich übrigens, wie das für mich persönlich super klappt. Es ist bei uns zwar natürlich oft chaotisch aufgrund von herumfliegendem Spielzeug, aber stets sauber und gemütlich, ohne dass ich besonders viel Stress oder Zeit investiere!

3) Arbeit- entscheide selbst, wie wichtig sie dir ist und steh dann zu deiner Entscheidung!

Mit der Arbeit (anklicken für einen älteren Artikel zum Thema) habe ich es so gut wie möglich für uns beide organisiert. Mittlerweile bin ich unabhängig vom Amt oder sonstigen Hilfen. Klar, mehr Geld könnte man immer haben und die finanzielle Situation ist sicher für niemanden einfach, der Soloelternteil ist!

Ich habe viel Zeit für meine Kleine und zudem das tolle Gefühl, dass ihr die Tagesmutter, deren spezielle Förderung und die anderen Kinder dort sehr sehr gut tun. So habe ich absolut kein schlechtes Gewissen, arbeiten zu gehen. Und ich muss ehrlich zugeben, dass mir mein Job und das Stück Raum, das ich dort alleine für mich habe, gut tun.

Ich habe aber auch nicht die erste beste Betreuungsstelle ausgesucht und hätte, wenn ich niemanden gefunden hätte der uns zugesagt hätte, notfalls auch in Kauf genommen, ein Jahr länger bis zu Prinzessins Kindergarteneintritt  zu Hause zu bleiben und damit zu leben, eine Zeit lang Geld vom Amt zu bekommen. Das ist natürlich nicht toll und sicherlich keine Dauerlösung, aber für mich die bessere Alternative, als nie Zeit für mein Kind zu haben, mit einer Betreuung zu leben, bei der man kein gutes Bauchgefühl hat und das permanente Gefühl zu haben, sich dauernd aufzureiben und zehnteilen zu müssen. 

Das muss jeder für sich herausfinden, da kommt es auf viele Faktoren an.

Hier geht es weiter zu Teil 2, Thema zb. Vorurteile und wie man sich dagegen abhärtet


Mittwoch, 12. August 2015

Meine Glücks Formel

Ich weiß mittlerweile, dass ich einige Dinge für mich tun kann, um glücklich und zufrieden mit mir selbst zu sein. Was macht euch denn ausgeglichen und bringt euch innere Harmonie?
Hier also mal meine To Do Liste :-)

  • Was dich stört, das ändere. 
  • Hör auf, dir leid zu tun und Ausreden zu erfinden. Du selbst hältst es in der Hand. Du findest dich zu dick? Nimm ab! Informiere dich wie. Und ich rede hier nicht nur einfach, ich habe in den letzten anderthalb Jahren nach der Geburt 36 kg abgenommen. Wie? Ohne angesagte, angeblich wirksame Diäten! Bewegung und gesunde Ernährung!
  • Tu für dich was dir gut tut. Wenn das Kind schläft, arbeite nicht, sondern nimm dir Zeit für das, was du brauchst.
  • Hör auf, Energie zu verschenken und dich über andere aufzuregen. Lass sie einfach labern.
  • Jemand kritisiert dich konstruktiv? Super, nimm es dir an!
  • Geh raus. Beweg dich. Unterhalte dich.
  • Such dir gute Freunde, schieß falsche ab. Verschwende keine Energie in Menschen die dich runterziehen und dir nicht gut tun.
  • Überwinde deinen Schweinehund und pack die Dinge an. Das tut so gut.